Deutsches Rotes Kreuz Südwestpfalz in Zweibrücken : DRK-Geschäftsführer Mario Sauder hat gekündigt

48-Jähriger spricht von „persönlichen Differenzen“. Derzeit führt sein Stellvertreter Hans Prager das Rote Kreuz Südwestpfalz.

Führungswechsel bei einer der größten Organisationen Zweibrückens: Der DRK-Kreisverband Südwestpfalz e. V. braucht einen neuen Geschäftsführer. Denn der seit November 2005 amtierende Mario Sauder hat am Sonntag vor zwei Wochen seine Kündigung eingereicht. Diese Merkur-Information bestätigten am Freitag sowohl Sauder als auch Kreisverbands-Präsident Klaus Fuhrmann (Käshofen).

Sauder sagt: „Ich habe von meiner Seite gekündigt“. Warum? „Es gab ein paar persönliche Differenzen.“ Er suche deshalb lieber eine neue Herausforderung. Näher will sich der 48-Jährige zu der Kündigung nicht äußern, zumal er betont: „Ich gehe aus meiner Sicht nicht im Groll. ich war ja lange Jahre hier, die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern war sehr gut.“ Und, wie Sauder auf Nachfrage ergänzt, auch inhaltlich sei er auf Einiges in den 15 Jahren Erreichtes stolz. So habe das DRK viel in der Flüchtlingskrise und aktuell der Corona-Situation gestemmt. Und im Sozialbereich habe man gemeinsam auch außerhalb klassischer Rot-Kreuz-Themen „viele neue Dinge aufgebaut wie Mehrgenerationenhaus oder Quartierstreff. Sauder: Ich gehe mit ein bisschen Wehmut.“ Eine neue Stelle habe er noch nicht, prüfe aber mehrere Optionen. Er sei zuversichtlich, in Zweibrücken zu bleiben.

DRK-Präsident Fuhrmann sagt: „Herr Sauder hat gekündigt. Das Vertragsverhältnis läuft noch. Er will neue Wege beschreiten, da werden wir ihm keine Steine in den Weg legen.“ Wie Sauder erwähnt auch Fuhrmann, dass der Geschäftsführer nach der Kündigung nicht mehr bei der Arbeit war. „Wir haben aber Gott sei Dank seit geraumer Zeit einen stellvertretenden Geschäftsführer, Hans Prager, der ja schon lange bei uns ist – die Geschäfte laufen ganz normal weiter.“ Die Vize-Stelle habe man geschaffen, weil das DRK Südwestpfalz mit seinen rund 120 Mitarbeitern ja viel mehr Aufgaben als früher übernehme: „Wir sind sehr viel im gemeinnützigen Bereich tätig, das ist eine Heidenarbeit.“

Die Kündigung Sauders sei für ihn überraschend gekommen, sagt Fuhrmann. Und betont: „Wir hatten unsererseits ein keine Differenzen, es gab keine Veranlassung unsererseits“, die Zusammenarbeit zu beenden. „Ich vermute, dass Herr Sauder einen Veränderungswunsch hat, nach 15 Jahren in einer Führungsposition ist so etwas in diesem Alter ja nicht unüblich.“ Welche Bilanz zieht Fuhrmann nach 15 Jahren Sauder: „Ich bin ja erst Vorsitzender seit 2016, davor war ich aber lange schon Justiziar des Vereins und habe eine sehr gute Zusammenarbeit mit Herrn Sauder gehabt. Das war nie problembehaftet. Sicher hatten wir in Einzelpositionen auch mal unterschiedliche Meinungen, aber es gab nie persönlichen Streit.“