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Entwarnung nach Coronavirus-Fall am Hofenfelsgymnasium Zweibrücken

Gesundheitsamt gibt aber Entwarnung für Mitschüler : Hofenfels-Gymnasiastin an Covid-19 erkrankt

Die Zwölftklässerin war aber schon länger nicht mehr in der Schule, sodass Unterricht normal weitergehen kann. Fallzahlen in Zweibrücken steigen stark.

Glück im Unglück für das Zweibrücker Hofenfels-Gymnasium: Eine Schülerin hat sich mit dem Coronavirus Covid-19 infiziert. Doch die Gefahr, dass sie in der Schule weitere Menschen angesteckt haben könnte, ist nach Angaben von Schulleitung und Gesundheitsamt äußerst gering.

Die Kreisverwaltung Südwestpfalz (dort ist das auch für Zweibrücken und Pirmasens zuständige Gesundheitsamt angesiedelt) hatte die Region am 2. Juni für coronafrei erklärt und die letzte Neuinfektion am 16. Mai gemeldet. Doch seit Anfang diese Woche hat es gleich vier neue Fälle gegeben, alle in Zweibrücken: Am Montag und Mittwoch meldete die Kreisverwaltung der Presse jeweils einen Fall, am Donnerstagnachmittag sogar zwei. Auf Merkur-Nachfrage erklärte die Kreis-Pressestelle, drei der Infizierten seien Kontaktpersonen einer Besucherin aus Norddeutschland. Der Fall vom Mittwoch sei unabhängig davon – es handele sich um eine Schülerin des Hofenfels-Gymnasiums.

Hofenfels-Direktor Jörg Neurohr berichtete auf Merkur-Anfrage, die Schülerin habe die Schule am Dienstag von ihrem Positiv-Test informiert. Er habe dann Kontakt zum Gesundheitsamt aufgenommen und prophylaktisch die Jahrgangsstufe der Schülerin gebeten, am Donnerstag zuhause zu bleiben. Doch das Gesundheitsamt halte es nicht für erforderlich, dass die Jahrgangsstufe 12 weiter zuhause bleibt – denn die Kontaktpersonen der Infizierten seien bereits ermittelt. Und in der Schule sei sie schon eine Woche lang nicht mehr gewesen: Sie gehöre nämlich zu einer Gruppe, die zuletzt nicht Präsenz-Unterricht, sondern Home-Schooling hatte (diese Aufteilung soll Ansteckungsrisiken verringern). Deshalb könnten die Zwölftklässler am Montag wieder in die Schule kommen, sagte Neurohr. Nicht nur durch die rotierenden Präsenz-Gruppen beuge das Gymnasium Ansteckungen vor, sondern auch durch weitere Maßnahmen wie große Tisch-Abstände oder nach Jahrgangsstufen getrennte Schulhof-Bereiche.

Die Kreisverwaltung ergänzte am späten Nachmittag per Pressemitteilung (auf welche auch die Zweibrücker Schuldezernentin Christina Rauch verwies): „Schule, Schulbehörde, Ordnungs-, Schul- und Gesundheitsamt stehen in engem Kontakt. Die Familie und die ermittelten Kontaktpersonen der Erkrankten stehen unter sogenannter häuslicher Quarantäne. Nach Aussage des Gesundheitsamtes sind hinsichtlich der Schule zunächst keine weiteren Maßnahmen erforderlich, da die entsprechenden Schutzmaßnahmen eingehalten wurden. Die unter sogenannter häuslicher Quarantäne stehenden Kontaktpersonen sind bislang alle symptomfrei.“

Stadtrat tagte im Hofenfels: Dass das gefährliche Virus am Hofenfels-Gymnasium nicht weiter verbreitet ist, dürfte auch die Stadtratsmitglieder (darunter viele Senioren) erleichtern: Der Stadtrat tagte nämlich am Mittwochabend in der Hofenfels-Aula, weil im Ratssaal nicht genug Abstand gewahrt werden kann.