1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken

Freibäder in Zweibrücken und Contwig öffnen im Juli

Strenge Spielregeln : Freibäder öffnen am 1. Juli

Es wird aber keine normale Badesaison in Zweibrücken und Contwig, betonen Stadtwerke und Verbandsgemeinde.

„Wir wollen den Leuten die Option ermöglichen, dass sie trotz der widrigen Situation, eine Freizeitmöglichkeit haben“, begründet Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD) die Öffnung des Zweibrücker Freibads ab 1. Juli. Um gleich anzumerken: „Das wird keine normale Badesaison. Mit dem normalen Badespaß hat das wenig zu tun.“ Sprich: Kein Plantschen, kein Springen, kein Ballspielen.

Im Stadtwerke-Aufsichtsrat sei intensiv diskutiert worden, ob man öffnen soll oder nicht. Schließlich sei die Öffnung in Corona-Zeiten auch mit Mehrkosten verbunden. Stadtwerke-Geschäftsführer Werner Brennemann beziffert die Mehrkosten bei angenommenen 600 Besuchern auf rund 1000 Euro pro Tag. „Aber am Ende war sich der Aufsichtsrat mit großer Mehrheit einig zu öffnen“, so Wosnitza.

Das Freibad wird in zwei Schichten öffnen: vo 10 bis 14 Uhr und von 15 bis 19 Uhr. Dazwischen wird das Bad gereinigt und desinfiziert. „Brennemann: Die Leute können auch ein Ticket für vormittags und nachmittags erwerben. Aber auch die müssen in der Desinfektionspause raus.“ Das Ticket kostet 3,50 Euro für Erwachsene und 2,50 für Jugendliche. Mehrfachkarten aus dem Vorjahr sind nicht gültig.

„Eintrittskarten sind nur über ein Online-Ticketsystem über die Internetseite des Freibads erhältlich“, betont Brennemann. Zum Einlass ist das Ticket entweder mit einem Papierausdruck oder auf einem mobilen Endgerät vorzuzeigen.

In einer Schicht können bis zu 300 Besucher das Bad besuchen. „560 Personen könnten es sein. Aber wir wollen langsam anfangen. Und je nach dem die Besucherzahl hochfahren“, sagt der Stadtwerke-Geschäftsführer. Vorerst ist geplant, das Freibad an der Schließ bis Ende der Sommerferien am 16. August zu öffnen. „Dann entscheiden wir, ob wir noch zwei, drei Wochen dranhängen.“ Das hänge vom Wetter und von der Situation ab.

Der Hygieneplan liege beim Gesundheitsamt zur Genehmigung vor, so Brennemann. Zu dem Plan gehört auch ein Wege- und ein Schwimmplan. So können im Schwimmerbecken Schnell- und Langsamschwimmer ihre Runden drehen. Im Nichtschwimmerbecken geht es nur in eine Richtung. Maximal können sich in jedem Becken 75 Personen aufhalten. Die Plätze auf der Liegewiese sind aufgezeichnet, aber frei wählbar. Und nur in dem Bereich können auch die im Kiosk erworbenen Getränke und Speisen verzehrt werden. In Umkleide, Duschen und Toiletten gelten die durch Corona vorgegebenen Vorschriften. Geschlossen sind das Volleyballfeld und die übrigen Sportflächen sowie die Rutsche.

Die Öffnung des Hallenbades sei keine Option, betont Wosnitza: Dort wären nur 64 Besucher erlaubt. Das Hallenbad-Personal wird in diesem Sommer im Freibad eingesetzt. „Wir brauchen in der Situation auch mehr Personal“, erläutert Brennemann. Zusätzlich werde auch noch Security-Personal beschäftigt.

Die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land hat mitgeteilt, dass das Freibad Contwig ebenfalls am 1. Juli öffnet.