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Sommerreihe Kultur im Museum in Homburg beginnt am 9. Juli

Sommerkonzerte in Homburg : Mit Unverhofft startet Kultur im Museum

Fünf Kultur-Abende bietet die Sommerreihe an den gewohnten Orten Römermuseum, Gustavsburg und Klosterruine, allerdings ausschließlich im Freien.

Normalerweise überbrückt die Reihe „Kultur im Museum“ die normalerweise eher etwas kulturarmen Sommerwochen. Nun zählt sie zu einem der wenigen Angebote, die es überhaupt geben wird, nachdem Corona der Kultur an so vielen Stellen die Luft abgeschnürt hat.

Natürlich hat man auch hier erst einmal Lösungen finden müssen. Schließlich müssen die Abende so ablaufen, dass sie auch den Corona-Regeln entsprechen. Da kommt es dem Format zugute, dass man auch in früheren Jahren immer wieder ins Freie gezogen ist und sommerliche Open-Air-Stimmung durch laue Nächte trug. Die Spielorte, das Römermuseum in Schwarzenacker, die Gustavsburg in Jägersburg, die Klosterruine Wörschweiler, können daher bleiben. Der Unterschied: Innen ist gar nichts mehr möglich, auch wenn das Wetter nicht mitspielen sollte und es theoretisch Ausweichräume gäbe. Im Museum nutzt man sogar nicht nur den Hof, sondern gleich das große Freigelände. Bei schlechtem Wetter werden die Veranstaltungen ausfallen, wenn möglich, könne es dann einen Ersatztermin geben, teilt die Stadt mit. Insgesamt werden es diesmal nur fünf anstatt der gewohnten sechs Donnerstagabende mit Programm sein (komplette Reihe siehe Infobox).

Den Anfang macht am 9. Juli das musikalisch-kabarettistische Trio „Ensemble Unverhofft“ im Römermuseum. Hinter dem Namen stehen zum einen die beiden Frontfrauen Melitta Bach und Daniela Kunzen, dazu kommt Pianist Daniel Krüger, der aus Homburg stammt und in Zeiten als die Corona-Krise so gar nichts zuließ, zusammen mit Sänger Oku per Livestream ein Konzert gab.

Das Unverhofft-Trio bringt sein Programm „Querbeet“ mit, und pflügt sich damit durch diverse Genres der Musik, plaudert gewitzt aus dem Nähkästchen und pflanzt ein buntes Allerlei in die Köpfe der Zuschauer – so jedenfalls versprechen es die Veranstalter.

Die Zutaten: leidenschaftlich gelebte Musik, kabarettistisch-satirische Einlagen, Publikumsnähe sowie freiwillig unfreiwillige Komik. Dabei nehmen sie ihr Publikum mit auf eine Reise zwischen Gemüsebeeten, Kochtöpfen, Alltags- und Bettgeschichten. Melitta Bach und Daniela Kunzen singen und spielen sich facettenreich durch den Abend, von Drama-Queen über kerniger Kerl, von großen Gesten zu leisen, intimen Momenten – mit viel Charme, Einfühlungsvermögen und sympathischer Authentizität. Dabei ergänzen sie sich in ihrer charakterlichen und stimmlichen Unterschiedlichkeit zu einer „unverhofften“ Einheit.

Gekonnt und stilsicher durch alle Genres begleitet die beiden Daniel Krüger am Klavier und kreiert mit seinem einfühlsamen Spiel atmosphärische Klangräume. Und er rundet, oft als unfreiwilliges männliches Opfer, mimisch und kommentatorisch das kabarettistische Geschehen auf der Bühne ab.

Der Querbeet-Mix besteht aus Liedern von unterschiedlichen Künstlern, von Editt Piaf über Piazolla, Farin Urlaub, Ina Müller, Hildegard Knef, Margot Werner bis Lina Maly.

Am 23. Juli geht es dann bei Kultur im Museum in beziehungsweise an die Gustavsburg. Hier bestreitet Jennifer Waack den Abend, die schon als Backgroundsängerin mit der Band „Glasperlenspiel“ auf Tour war. Auch begleitete sie mit ihrer Stimme Künstler wie „Kate Ryan“, „Dante Thomas“ oder „Fools Garden“, aktuell sing sie auf dem neuen Album von „Guildo Horn“ im Duett mit dem Sänger.

Sängerin Jennifer Waack ist bei Kultur im Museum zu hören: am 23. Juli in der Gustavsburg. Foto: Anne Tabone/salvatore tabone

Nun ist sie gemeinsam mit dem virtuosen Achim Schneider am Piano unterwegs, und präsentiert ein buntes Programm verschiedener Musikstile. Zu hören gibt es Songs von Künstlern wie „Adele“, „Sarah Connor“, „Dolly Parton“, „Peter Maffay“ bis hin zu Titeln aus diversen Filmen und dem ein oder anderen Musical.

Das Programmpaket für die Sommerreihe ist also gepackt, nun gilt es umso mehr auf das passende Wetter für lauschige Sommerkonzertnächte zu hoffen.

www.homburg.de