Job-Verlust und Insolvenzen Rehlinger: Corona trifft Saarland am härtesten

Saarbrücken · Die Ministerin sieht die Probleme durch die Krise verschärft. Auch die Grenznähe habe sich ausgewirkt.

 Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) befürchtet mehr Arbeitslose und Insolvenzen.

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) befürchtet mehr Arbeitslose und Insolvenzen.

Foto: Robby Lorenz

Das Saarland ist nach Einschätzung von Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) wirtschaftlich unter allen Bundesländern „in der Gesamtschau am stärksten“ von der Corona-Krise getroffen. Schon vor der Pandemie sei es durch die strukturellen Probleme der Stahlindustrie, die Bedeutung der Verbrenner-Technik und den Brexit „extrem“ vorbelastet gewesen, sagte Rehlinger in einem Redaktionsgespräch mit der SZ. Die Corona-Krise treffe das Land nun durch dessen Exportorientierung besonders. Vor allem wirke sich hier wie in keinem anderen Bundesland die Grenzlage aus. Etwa ein Drittel des Einzelhandelsumsatzes in Saarbrücken gehe normalerweise auf Kunden aus Frankreich zurück. Zu all dem komme die „notorische Finanzschwäche“ des Landes, wegen der man nicht immer so stark wie wünschenswert gegensteuern könne. Rehlinger verwies auf Prognosen, wonach die Wirtschaft im Saarland durch die Krise um 15 Prozent schrumpfen werde, die deutsche Wirtschaft insgesamt um acht.