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Bauausschuss der Stadt Homburg ändert Meinung zu Anschlussvariante

Autobahnanschluss Ost : Öffentlichkeit nicht gewünscht?!

Es soll an dieser Stelle heute nicht darum gehen, welche Anschlussvariante zur A 6 die bessere für Homburg ist. Es geht auch ausdrücklich nicht darum, ob die laufenden und noch geplanten Straßenbaumaßnahmen eigentlich im Hinblick auf die Klimadiskussion etwas aus der Zeit fallen.

Es geht heute vielmehr um die Frage, wieso solche Rats- oder Ausschusssitzungen, in denen es um ein Thema geht, das viele Bürger interessiert oder sie gar direkt betrifft, hinter verschlossener Tür stattfinden müssen. Klar, ein Tagesordnungspunkt wird in der Regel einmal nichtöffentlich (im Ausschuss), dann öffentlich (im Stadtrat) besprochen. Aber der Ostanschluss wurde doch nun wirklich über Jahre rauf- und runterdekliniert. Da sind doch in der 25. Sitzung keine Neuigkeiten mehr zu erwarten. Folgender Verdacht liegt nahe: Sollte die Öffentlichkeit in diesem Fall nicht in Einzelheiten erfahren, wie der Stadtrat, nachdem er sich bereits zweimal für Variante 2 entschieden hat, nun,  peinlich betroffen, zurückrudert (zurückrudern muss)? Es wäre auch für die Homburger sicherlich mal interessant gewesen zu erfahren, wie die Vertreterin des Verkehrsministeriums in Saarbrücken mit Engelszungen auf die Ausschussmitglieder eingeredet hat: Nehmt Variante 1, oder es gibt gar nichts! So wird der gemeine Homburger in der Stadtratssitzung am 2. Juli zwar noch erfahren, wie sich der Rat jetzt positioniert, aber nicht, wie es zu diesem nicht ganz freiwilligen Sinneswandel gekommen ist. Und Vertreter des Ministeriums werden dann auch nicht mehr anwesend sein – auf ausdrücklichen Wunsch des städtischen Ausschusses. Transparenz sieht anders aus. Und die Herangehensweise lässt einen nicht gerade positiv auf die  bevorstehende heiße Planungsphase blicken. Alternativen und Diskussionen dazu sind nicht erwünscht. Die Vorgehensweise erinnert sehr an die mit den Drei Ohren.