Lange Gesichter und gedrückte Stimmung

Lange Gesichter und gedrückte Stimmung

Handball-Oberligist HSV Merzig-Hilbringen nähert sich nach der bitteren 27:32-Heimniederlage vom Wochenende gegen den HSV Worms bedrohlich der Abstiegszone. Nur der „halbe Rückraum“ spielte.

Nach dem Abpfiff herrschte am Samstagabend in der Thielspark-Halle eine getrübte Stimmung. Mit 27:32 (14:13) hatte der HSV Merzig-Hilbringen das wichtige Duell gegen den HSV Worms klar verloren und bei den 200 Zuschauern für lange Gesichter gesorgt.

Auch Laszlo Kincses blickte traurig drein. Gerne hätte der 29 Jahre alte Ungar für die Heimmannschaft auf Rechtsaußen Tore beigesteuert, aber er konnte nicht. "Es war schwer, auf der Bank zu sitzen, aber ich bin noch nicht fit", beklagte er Komplikationen am lädierten Knie. Nach seiner Kreuzbandverletzung hatte Kincses Ende Januar beim TV Nieder-Olm zehn Tore geworfen, doch das Comeback kam zu früh. Doppelt bitter: Weil sich Kincses Landsmann Norbert Petö jüngst in Dansenberg am Meniskus verletzte, war Merzigs Angriff von Worms leicht auszurechnen. Manndeckung für Rückraum-Kraftpaket Tomas Kraucevicius hieß das Mittel, das wirkte, allerdings erst später.

Anfangs dominierten die Wölfe. Trotz massiver Ausfälle führte der HSV mit 7:3. Tempo-Spiel nach vorne - so lautete der Plan von Marcus Simowski, der zunächst aufging. "Wir haben immer geführt, Worms dann aber im Angriff mit technischen Fehlern ins Spiel gebracht", sagte der HSV-Trainer, der in der zweiten Halbzeit sein Dauer-Déjà-Vu erlebte. Nach der Pause (14:13) hielt Merzig noch mit, musste den Gegner dann aber ziehen lassen, von 17:18 (35.) auf 18:25 (45.). "Unsere Aktionen wurden weniger", kritisierte Simowski, der seine Torjäger vermisste. Doch deren Rückkehr kann dauern. "Ich mache Krafttraining. Wann ich wieder spiele, weiß ich nicht", seufzte Kincses. Eine schnelle Genesung von Petö ist ebenso undenkbar. Dafür ist ein baldiger Absturz des HSV in die Abstiegszone möglich. Aktuell liegen die Wölfe mit 16 Punkten auf Rang zwölf, fünf Zähler von dem Tabellen-14. Kastellaun-Simmern entfernt, dem ersten von drei möglichen Absteigern.

Die Tore für den HSV Merzig-Hilbringen : Sebastian Klein 11/4, Tomas Kraucevicius 5, Marius Merziger 5, Lars Pfiffer 3, Maurice Duchene 3.

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