Wir möchten auf unserer Webseite Cookies und pseudonyme Analysetechniken auch unserer Dienstleister verwenden, um diesen Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Außerdem möchten wir und unsere Dienstleister damit die Besuche auf unserer Webseite auswerten (Webtracking), um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und um Ihnen auf unserer Webseite sowie auch auf Webseiten in verbundenen Werbenetzwerken möglichst interessante Angebote anzeigen zu können (Retargeting).

Wenn Sie dieses Banner anklicken bzw. bestätigen, erklären Sie sich damit jederzeit widerruflich einverstanden (Art. 6 Abs.1 a DSGVO).

Weitere Informationen, auch zu Ihrem jederzeitigen Widerrufsrecht, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

| 20:12 Uhr

Luisenthaler wollen keine Ostumgehung

Luisenthal. Zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Ostumgehung/Verbindung der Autobahnen 1 und 620 hatte der SPD-Ortsverein Luisenthal mit seinem Vorsitzenden Dominik Brandt am vergangenen Freitagabend in die Kaffeeküche des Bergwerks Luisenthal eingeladen. Fast einstimmiger Tenor der gut besuchten Versammlung: Bürger wie auch SPD-Politiker lehnten die geplante Ostumgehung ab Von SZ-Mitarbeiter Horst Lange

Luisenthal. Zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Ostumgehung/Verbindung der Autobahnen 1 und 620 hatte der SPD-Ortsverein Luisenthal mit seinem Vorsitzenden Dominik Brandt am vergangenen Freitagabend in die Kaffeeküche des Bergwerks Luisenthal eingeladen. Fast einstimmiger Tenor der gut besuchten Versammlung: Bürger wie auch SPD-Politiker lehnten die geplante Ostumgehung ab. Denn, so erläuterte Brandt, die Vorzeichen hätten sich verschoben, seit der Völklinger Stadtrat für die Pläne votiert habe.Wolfried Willecke, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion, begründete die jetzige Ablehnung des Projekts damit, die SPD habe im Rat nur unter der Prämisse zugestimmt, dass in Luisenthal mit den Grundlagen für die Umgehung begonnen werde. Dazu gehörte die - nun gestrichene - Erweiterung der Eisenbahnunterführung oder der geforderte Brücken-Neubau. Gegen die Umgehung spreche jetzt auch, dass das geplante Industriegebiet in Püttlingen wohl nicht verwirklicht werden wird. Zudem sei fraglich, ob die Ostumgehung der Heinestraße tatsächlich die gewünschte Entlastung bringe; denn der Schülerverkehr in die dort ansässigen vier weiterführenden Schulen werde in Schulzeiten nach wie vor für Verkehrschaos sorgen. Entlastung in Luisenthal sei nur durch einen besseren öffentlichen Personennahverkehr erreichbar. Nachdrücklich forderte Brandt, die Mittelstadt solle ein Gesamtkonzept erarbeiten, das auch den Ausbau der Raffineriestraße mit Anbindung der Orte Großrosseln, Lauterbach und Ludweiler berücksichtige. Bisher sei Luisenthal gleich dreifach von Verkehrslast und -lärm betroffen, durch die Bundesstraße 51, die Autobahn 620 und die Bahnstrecke. "Kröten genießen mehr Recht und Schutz als wir Anwohner!", umriss Brandt sarkastisch die Lebenssituation der Luisenthaler. Wird die Umgehungsstraße verwirklicht, fürchtet der SPD-Ortsverein außerdem um die Existenz des Einzelhandels in der Straße des 13. Januar. Angemahnt wurde bei der Veranstaltung auch der von Oberbürgermeister Klaus Lorig versprochene zweite Bürger-Workshop, der nach Abschluss der Planungen stattfinden sollte. "Ist die Verbindung zwischen A 1 und A 620 eigentlich notwendig?", fragte die Luisenthaler SPD. Dafür seien eine Komplettsanierung der Altenkesseler Straße, der Umbau der Stangenmühle, der Ausbau der Raffineriestraße, ein Nachtfahrverbot für Lastwagen und fest installierte Tempo-Messanlagen unabdingbar. Und neben den Luisenthalern bekämen Altenkesseler und Rockershauser Bürger zusätzliche Verkehrsbelastung zu spüren. Die Gegner hoffen, die Umgehungsstraße doch noch zu verhindern, obwohl dafür bereits sechs Millionen Euro im Landeshaushalt bereitstehen. Sie setzen darauf, dass der Straßenbau massive Eingriffe in die Natur fordert: Wo die Osttangente parallel zur Altenkesseler Straße verlaufen soll, müsste man bei einer Sohlenbreite der Straße von 40 Metern auf 20 000 Quadratmetern Bäume abholzen - hier hofft man auf Proteste und Interventionen von Naturschutzverbänden.