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Helfen binnen 72 Stunden

Zu den Teilnehmern zählen die Warndt-Scouts aus Ludweiler. Foto: SZ/Bischöfliche Pressestelle
Zu den Teilnehmern zählen die Warndt-Scouts aus Ludweiler. Foto: SZ/Bischöfliche Pressestelle
"Uns schickt der Himmel!" In Völklingen und im Warndt bereiten sich in den katholischen Kirchengemeinden verschiedene Gruppen auf die 72-Stunden-Aktion des BDKJ vor - darunter die Warndt-Scouts.

Völklingen/Warndt. "Allzeit bereit!" Das Motto gilt Pfadfindern allemal. Doch ein Projekt wie die 72-Stunden-Aktion des Bundes der Katholischen Jugend ist selbst den Warndt-Scouts neu. Diesem Pfadfinder-Stamm in der Pfarrei Herz Jesu Ludweiler gehören Jungen und Mädchen im Alter von sieben bis 19 Jahren an.Karin Müller-Bauer, Gemeindereferentin der Pfarreien-Gemeinschaft Großrosseln, die den Stamm im Jahr 2003 gründete und bis heute betreut, kennt die 72-Stunden-Aktion von Berufs wegen und sagt: "Der Koordinierungsausschuss im Dekanat hat ein dreiviertel Jahr auf diese Aktion hingearbeitet." Dem Ausschuss gehören Gemeindereferenten wie Müller-Bauer, Diakone, Pastoralreferenten und Pastöre an.


Im Gegensatz zu ihnen wissen die Ludweiler Pfadfinder (wie auch die anderen Gruppen in Großrosseln, Ludweiler, dem Heidstock und in Völklingen) bisher nicht, welche Aufgabe auf sie zukommt, denn das wird erst am Donnerstag um Punkt 17.07 Uhr bekannt gegeben.

"Auf jeden Fall erwartet uns eine Menge Arbeit, aber auch viel Spaß", glaubt Jungpfadfinder Timo Hell. "Ich erwarte, dass wir irgendwas bauen müssen", prognostiziert Pfadfinderin Yanja Böhm. "Ins Altenheim zu gehen, fänd' ich weniger prickelnd", meint David Bruno. Er würde sich aber auch einer solchen sozialen Aufgabe stellen. "Hauptsache, wir können uns die Zeit selbst einteilen. Dann werden wir die Aufgabe schon schaffen", sagt Maximilien Fellinger.

Gemeindereferentin Müller-Bauer gibt schon einmal Folgendes preis: "Es geht darum, etwas Nachhaltiges zu schaffen, das Sinn und Zweck hat, also nicht um eine reine Beschäftigungsmaßnahme. Zudem soll die Aufgabe eine echte Herausforderung darstellen." red



Hintergrund

Überall in Deutschland, in insgesamt 1650 Aktionsgruppen mit fast 40 000 Teilnehmern, organisiert der Bund der Katholischen Jugend Herausforderungen für junge Menschen. Das Besondere daran ist: Alle Gruppen haben vom 7. bis 10. Mai gerade mal 72 Stunden Zeit, eine soziale, ökologische, interkulturelle oder gemeinnützige Aufgabe zu lösen.

Erst am Donnerstag, 7. Mai, um 17.07 Uhr, werden in den Wortgottesdiensten (Beginn jeweils um 16.45 Uhr) in den katholischen Pfarrkirchen Liebfrauen, Püttlingen, Begegnungskirche Köllerbach, Mariä Heimsuchung, Heusweiler, St. Josef, Holz, St. Josef, Riegelsberg, St. Paulus, Heidstock, St. Michael, Völklingen und Herz Jesu, Ludweiler, den insgesamt 21 Gruppen ihre Aufgaben verlesen, die sie dann bis Samstag, 10. Mai, bewältigen sollen.

Im Dekanat Völklingen endet die Aktion am Sonntag, 10. Mai, 18.30 Uhr, mit einer Messe mit Bischof Robert Brahm und der Band Troubadix sowie einer anschließenden Danke-Party im Pfarrheim Völklinger Straße in Püttlingen. red