Lage in Not-Kita Bruchwiese trotz Warnstreik relativ ruhig

Statt 131 haben wegen des Warnstreiks gestern nur 38 Kinder in der Saarbrücker Kita Bruchwiese gespielt. Die Einrichtung war eine von vier Not-Kitas in der Landeshauptstadt.

Erzieher von 24 Kindertagesstätten im Großraum Saarbrücken haben sich gestern am Warnstreik beteiligt, zu dem die Gewerkschaften Verdi und Beamtenbund (DBB) aufgerufen hatten. Die Plätze in den vier Notbetriebs-Kitas wurden nach Angaben der Landeshauptstadt jedoch nur "sehr zurückhaltend" genutzt. So etwa in der Kita Bruchwiese. Lediglich ein Kind sei aus einer anderen Einrichtung gekommen, sagte Kita-Leiterin Margit Brabänder. Insgesamt seien gestern Morgen nach Voranmeldung 38 Kinder in die Kita gebracht worden. Die Anmeldung für den Warnstreik war bis Mittwochmittag möglich. An einem normalen Tag würden etwa 131 Kinder in der Kita betreut. Bei der Platzvergabe sei Kindern, von denen beide Elternteile berufstätig sind oder ein Elternteil alleinerziehend und berufstätig ist, der Vorzug gegeben worden. "Wir haben die Kinder auf den Tag vorbereitet und ihnen gesagt, dass wegen des Streiks weniger Kinder kommen, als das normalerweise der Fall ist", sagte Brabänder. Bei weniger Kindern würden auch weniger Erzieher benötigt: Statt der üblichen 23 Mitarbeiter seien daher gestern auch nur zwölf - jeweils sechs in Früh- und Spätdienst - eingesetzt gewesen. Doch drei der zwölf Kollegen seien aus anderen Einrichtungen als Aushilfe in die Kita Bruchwiese gekommen. Sie seien nicht in einer Gewerkschaft organisiert. Von ihren Mitarbeitern hätten sich acht am Warnstreik beteiligt, weitere seien aufgrund von Urlaub, Fortbildung oder krankheitsbedingt ausgefallen. Die Lage sei trotz Streik relativ ruhig und der Tag ohne Probleme verlaufen, versicherte Margit Brabänder. "Wir haben das Glück, dass heute so schönes Wetter ist. So können die Kinder den ganzen Tag draußen verbringen." So konnten die Kita-Kinder trotz Streik nach dem Mittagessen wieder draußen auf den Spielplatz gehen.