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Warnstreik in Kitas
Wieder Streik: Vier von sechs städtischen Kitas dicht

Völklingen. Vorige Woche war Völklingen am Donnerstag  erste Station bei der Serie von Warnstreiks im Saarland, zu der die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hat. Bürgeramt und Rathaus blieben geschlossen, Stadtreinigung und Müllabfuhr lagen still. Von Doris Döpke

Und vier der sechs städtischen Kindergärten waren dicht. Verdi hatte vorab ausführlich informiert,  Gewerkschafter Stefan Schorr hatte schon auf der Rückfahrt von den geplatzten Tarifverhandlungen zum Telefon gegriffen.


Anders beim gestrigen Streik der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), in der neben  Lehrerinnen und Lehrern auch Kita-Erzieherinnen und -Erzieher organisiert sind. Dieser Warnstreik  war nur allgemein angekündigt, saarlandweit, ohne Ortsangaben. Wie sich zeigte, betraf er auch Völklingen: Wiederum waren vier der sechs städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen geschlossen, nämlich die Kitas Ludweiler, Lauterbach, Röntgen- und Haydnstraße; nur   die Kitas im Neuen Rathaus und in der Schubertstraße blieben geöffnet. Das teilte Stadtpressesprecher Uwe Grieger gestern Nachmittag auf SZ-Nachfrage mit. Ob auch schulische Nachmittagsbetreuungen vom Streik betroffen waren, konnte er nicht sagen. 

Zum Informations-Weg berichtete Grieger, Stadt-Mitarbeiter hätten den Streikaufruf am Dienstag auf der Internetseite der GEW gelesen. Daraufhin habe man am Mittwochmorgen die Eltern in Kenntnis gesetzt, mit Aushängen in den Kitas. Durch interne (Um-)Organisation habe man erreicht, dass zwei städtische Kitas offen blieben. Eltern-Beschwerden habe es bisher nicht gegeben. 



In der Geschäftsstelle der GEW war gestern – trotz anders lautender Anrufbeantworter-Ansage – niemand zu erreichen.