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Kolumne
Saarländer sind lustig bis schräg

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Es braucht manchmal nicht viel, um in Saarbrücken unterhalten zu werden. Neulich stand ein etwa 30 Jahre alter Mann vermummt in der  Bismarckstraße. Mit verschränkten Armen. Er hat sich weder bewegt noch etwas gesagt. Vor ihm lag ein Fahrrad und dahinter stauten sich mehrere Autos. Schien so, als wollte er, dass ein Fahrer sein Rad aufhebt oder sich entschuldigt. Keine Ahnung. Habe mich aber nicht getraut zu fragen –  bei dem Blick. Von Jörg Wingertszahn

Es braucht manchmal nicht viel, um bei uns in der Region unterhalten zu werden. Neulich stand ein etwa 30 Jahre alter Mann vermummt in der  Saarbrücker Bismarckstraße. Mit verschränkten Armen. Er hat sich weder bewegt noch etwas gesagt. Vor ihm lag ein Fahrrad, und dahinter stauten sich mehrere Autos. Schien so, als wolle er, dass ein Fahrer sein Rad aufhebt oder sich entschuldigt. Keine Ahnung. Habe mich aber nicht getraut zu fragen –  bei dem Blick.


Kurz darauf traf ich einen jungen Mann, der laut krähend über den St. Johanner Markt lief. Auch den habe ich lieber nicht gefragt warum. Keine 50 Meter weiter saß einer mit einem großen schwarzen Zylinder auf dem Kopf auf dem Boden. Er hat Türme aus Steinen gebaut. Wir Saarländer sind halt ein lustiges Volk. Und manchmal ein bisschen schräg...