Aug' in Aug' mit Mungo und Esel

Saarbrücken. Die langschwänzigen Kattas sind immer für Action zu haben. Flink hangeln sie sich an Ästen durchs Gehege oder verfolgen einander, um ein bisschen zu zanken. Sehr zur Freude der Zuschauer auf der anderen Seite der Scheibe. Jetzt hatten die Kattas ganz viel Publikum bei ihren neckischen Spielchen. Denn draußen war nicht nur Bilderbuchwetter für einen Zoobesuch

Saarbrücken. Die langschwänzigen Kattas sind immer für Action zu haben. Flink hangeln sie sich an Ästen durchs Gehege oder verfolgen einander, um ein bisschen zu zanken. Sehr zur Freude der Zuschauer auf der anderen Seite der Scheibe.Jetzt hatten die Kattas ganz viel Publikum bei ihren neckischen Spielchen. Denn draußen war nicht nur Bilderbuchwetter für einen Zoobesuch. Der Saarbrücker Tiergarten feierte obendrein Geburtstag. Er ist 80 Jahre alt.

Weit energiebewusster als die agilen Kattas sind die Schildkröten, die an einem solchen Tag selbstverständlich auch im Fokus stehen. Fast schon festlich haben sie sich um ihre Futterschale aufgereiht und mampfen in aller Ruhe Salat und Paprika. Unterdessen ist dem Schlangenknäuel keinerlei Regung anzumerken.

"Die liegen so wirr durcheinander, da weiß man nicht, wo die eine aufhört, und die andere anfängt", sagt Besucher Balduin Schröder. Auf der anderen Zooseite, in der Nähe des Afrikahauses, führt Direktor Richard Francke eine Besuchergruppe an und erklärt ein wenig, wie sich der Zoo gewandelt hat. Unter den schroffen Sandsteinfelsen neben dem Affenhaus hat er zum Beispiel die genügsamen Kängurus angesiedelt. Neu ist das Erdmännchengehege, die nächste Station der Gruppe. "Ich halte die Anlage für gelungen, wir hatten alle viel Spaß, dieses Gehege zu bauen", sagt Francke. Früher waren an dieser Stelle Ziegen und Kleintiere angesiedelt, eine seltsame Situation, weil gegenüber der Gepard lebt. "Für ihn war das immer wie ein Kochstudio", sagt der Zoodirektor dort. An vielen Stellen trifft der Zoobesucher auf Seehundplakate. "Halt" steht darauf. Die putzigen Meeresbewohner tragen Bauarbeiterhelme und weisen auf die neue Anlage für die Seehunde hin. "Die sollte eigentlich schon im vorigen Jahr fertig werden, wie es in meinem Prospekt steht", sagt Ingrid Müller. "Schade dass sie noch nicht zu diesem runden Geburtstag fertig geworden ist", fügt sie hinzu.

Deshalb zeigen die Seehunde ihre Show noch einmal im alten Becken. Auch andere Zoobewohner buhlen zur Feier des Tages um die Gunst der Zuschauer. Hier kreischt der Pfau, während er sein beeindruckendes Rad schlägt. Weil er das ausgerechnet im Dromedar-Gehege tut, reagiert der cool dreinblickende Bewohner mit einem kehligen Röhren. Und bei den Affen ist wahrlich der Teufel los. Der viele Besuch macht sie ganz aufgeregt. Ihr Kreischen ist immer wieder Hunderte von Metern weit zu hören. "Denen hat wohl gerade jemand die Kokosnuss geklaut", scherzt Opa Heinz Brosenius. Enkel David, der das dazugehörende Lied aus der "Mundorgel" kennt, lacht über Opas Spaß. Ein wohlklingendes Zoo-Geburtstagsständchen kam vom Musikverein Arion Ensheim. Die munteren Musikanten spielten abwechselnd bayerische Märsche und flotte Unterhaltungsmusik.