Ausbildung im Saarland: Gastronomie kann nicht alle Stellen besetzen

Neues Ausbildungsjahr : Stellen in der Gastronomie bleiben im Saarland unbesetzt

Betriebe können nicht genug Auszubildende finden. Da spielen laut Experten mehrere Faktoren rein.

Tausende junge Saarländer starten ab dem 1. August in einen neuen Lebensabschnitt. Für sie beginnt ihre Ausbildungszeit. Manche Betriebe schauen dann aber in die Röhre, sie finden keinen Nachwuchs.

Schwierig sei die Lage beispielsweise für Unternehmen in der Gastronomie, teilt die Industrie- und Handelskammer Saarland mit. Viele unbesetzte Stellen gebe es insbesondere bei Köchen und Restaurantfachleuten. „Teilweise bleiben aber auch in den kaufmännischen Berufen Stellen offen.“ Gerade in der Gastronomie mache sich das schlechte Image der Branche durch die Arbeitszeiten am Wochenende, die Schichtarbeit und die wenigen Aufstiegsmöglichkeiten bemerkbar.

Generell spielten noch andere Faktoren mit rein. Neue Berufe mit modernen Bezeichnungen seien beispielsweise beliebter als klassische Berufe. Außerdem: „Große Ausbildungsbetriebe mit vielen Auszubildenden und gegebenenfalls einer eigenen Ausbildungswerkstatt sind beliebter als kleinere Unternehmen mit wenigen Auszubildenden.“ Ein weiterer Vorteil sei es für die Betriebe, wenn sie in Ballungsgebieten und nicht auf dem Land seien.

Ähnlich sieht das Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Saarbrücken. Hinzu komme noch, dass der demografische Wandel sich am Ausbildungsmarkt bemerkbar mache. Seit Jahren entschieden sich außerdem viele junge Menschen eher für ein Studium als für eine Ausbildung.

(dpa)
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