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Schöner sieht Musikpark als Erfolgsmodell

Schöner sieht Musikpark als Erfolgsmodell

Homburg. Öffentlich oder nicht öffentlich, sinnvoll oder nicht sinnvoll: Um die Vor-Ort-Sitzung des Homburger Stadtrates im Musikpark Homburg am Dienstagabend hatte es nicht wenige Diskussionen gegeben. Gerade die "Fraktion für Homburg" (FFH) hatte den nicht-öffentlichen Charakter der Sitzung scharf kritisiert (wir berichteten)

Homburg. Öffentlich oder nicht öffentlich, sinnvoll oder nicht sinnvoll: Um die Vor-Ort-Sitzung des Homburger Stadtrates im Musikpark Homburg am Dienstagabend hatte es nicht wenige Diskussionen gegeben. Gerade die "Fraktion für Homburg" (FFH) hatte den nicht-öffentlichen Charakter der Sitzung scharf kritisiert (wir berichteten). Einen Tag nach der kommunalpolitischen Begehung des neuen Eventhauses an der Entenmühle wies Homburgs Oberbürgermeister Karlheinz Schöner (CDU) diese Kritik scharf zurück: "Wenn die, die jetzt die Form der Sitzung kritisieren, nicht darauf bestanden hätten, eben in dieser Sitzung Details zu erfahren, die gemäß Gesetzeslage nicht öffentlich vermittelt werden dürfen, dann hätte ich die ganze Stadt zu dieser Sitzung eingeladen."In diesem Zusammenhang verteidigte Schöner das Vorgehen der Stadt, die über die stadteigene Homburger Parkhaus und Stadtbus GmbH (HPS) das Gebäude als Teile eines Grundstückserwerbs zur Sicherung der geplanten B 423-Umgehung erworben hatte. "Es ist eben nicht so, wie teilweise von den Kritikern in der Presse gefordert, dass diese Entscheidung in den Stadtrat muss. Es wurde und wird genau nach Gesellschaftsrecht verfahren." Und auch den Vorwurf der mangelnden Transparenz und fehlender Information an den Stadtrat ließ Schöner nicht gelten: "Für die Räte gilt auch teilweise eine Holschuld. Es war genug Zeit da, sich selbst vor Ort ein Bild zu machen von dem, was dort passiert."

Nun sollte dieses angenommene oder tatsächliche Defizit am Dienstagabend ausgeglichen werden. Über Details der Sitzung äußerte sich Schöner gesetzeskonform gegenüber unserer Zeitung nicht. Allerdings sprachen andere Quellen gegenüber der SZ von einem "eher übersichtlichen Interesse" der Kritiker des Kaufs der früheren Diskothek an den bisher und für die Zukunft geleisteten Arbeiten. Darauf angesprochen, verdeutlichte Schöner seine Sicht auf die wochenlangen Dispute rund um Kauf und Entwicklung des Eventhauses Musikpark. "Es geht bei den Kritikern hier nur ums Draufhauen, Draufhauen, Draufhauen." So sei der Streit um den Musikpark aus seiner Sicht nur ein Stellvertreter-Konflikt. "Es geht nur darum, auf die Verwaltung und die Ratsmehrheit draufzuschlagen." Schöner: "Das Ganze wurde von einigen Gruppierungen zu einem Politikum gemacht" Im Gegenzug forderte Schöner von "denen, die ständig gegen alles sind, ein tragfähiges Konzept und eine klare Aussage, für was man eigentlich steht."

Als Fazit der Sitzung war sich Schöner sicher, den größtmöglichen Teil des Rates hinter sich zu wissen, "die Zahl der Gegner kann man an einer Hand abzählen. Nach meiner persönlichen Einschätzung ist der Musikpark als Eventhaus ein Erfolgsmodell. Die Anfragen für das kommende Jahr sind schon jetzt so zahlreich, dass man von einem wirklich guten Zuspruch reden kann. Und ich denke, dass die Homburger Bevölkerung am Ende einen Veranstaltungsort hat, der bis jetzt gefehlt hat".

Derzeit laufen wieder Arbeiten am Gebäudekomplex Musikpark/ehemalige Videothek. Noch steht die Sanierung der Fassade aus, im Innern sollen bislang nicht genutzte Räumlichkeiten entkernt und saniert werden. Diese Maßnahmen seien, so Schöner, Teil der Wirtschaftspläne der HPS für die Jahre 2013 und 2014.