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Drei Jahre wurde an der neuen Pusteblume gebaut

Drei Jahre wurde an der neuen Pusteblume gebaut

Limbach. Es war wohl Landesdiakoniepfarrer Albrecht Bähr, der gestern das gefühlte "Martyrium" rund um die Sanierung und Erweiterung der protestantischen Kita Pusteblume in Limbach in seinem Grußwort am treffendsten relativierte. Die Bibel zitierend sagte er: "1000 Jahre, Herr, sind vor dir wie ein Tag

Limbach. Es war wohl Landesdiakoniepfarrer Albrecht Bähr, der gestern das gefühlte "Martyrium" rund um die Sanierung und Erweiterung der protestantischen Kita Pusteblume in Limbach in seinem Grußwort am treffendsten relativierte.Die Bibel zitierend sagte er: "1000 Jahre, Herr, sind vor dir wie ein Tag. In diesem Sinne gratuliere ich den Verantwortlichen für die relativ schnelle Umsetzung dieses Projektes. Man muss einfach manchmal nur die Sichtweise ändern, dann kann sich mancher Ärger legen." Bährs Worte in der Elisabeth-Kirche, Schauplatz von Gottesdienst und offizieller Schlüsselübergabe, griffen auf, was Kirche und politische Gemeinde in den zurückliegenden Jahren immer wieder und selten unter positiven Vorzeichen beschäftigt hat: die schier unendliche Geschichte einer Sanierung und Erweiterung, die mit insgesamt drei Jahren Bauzeit die Geduld vieler phasenweise über Gebühr strapaziert hatte. Und so war das Thema Zeit ein deutlich sichtbarer roter Faden der Eröffnungsfeierlichkeiten in der Kirche, Theobald-Hock-Haus und dem Kindergarten selbst - nur noch überstrahlt vom Wissen, nun den Kindern der Pusteblume eine moderne Einrichtung bieten zu können. "Macht Platz für die Kinder" - mit dieser immer wiederkehrenden Aufforderung gab Pfarrerin Christiane Härtel ihrem Blick zurück in die Geschichte des Bauvorhabens Kontur und machte so klar, dass es, bei allen Widrigkeiten der vergangenen Jahre, immer um das Wohl der Jungen und Jüngsten gegangen sei. Im Jahr 2004 habe man erstmals Überlegungen angestellt, die Kita auf den neusten Stand zu bringen. "Es gab keinen Essensraum, aber schon Mittagsessen für 50 Ganztags-Kinder. Es gab Frühstück im Flur und eine Miniküche", erinnerte Härtel an die beengten Verhältnisse vor acht Jahren. Im Herbst 2005 habe man deswegen, nach eingehenden Beratungen im Presbyterium, den Antrag auf Ausbau gestellt. Doch erst am 23. Dezember 2008, nach vielem Hin und Her, "erreichte uns endlich der Bewilligungsbescheid des Bildungsministeriums", so Härtel. Im Juli 2009 seien die Kinder in ihr Ausweichquartier in der Altstadter Schule umgezogen.

Und damit begann das lange letzte Kapitel dieser Geschichte. Drei Jahre wurde an der neuen Pusteblume gebaut, auch zwischenzeitliche gesetzliche Änderungen seien, so Architekt Gunter Urban Ecker, Gründe für die Verzögerungen gewesen. Doch all das ist nun seit gestern Vergangenheit: Mit einer offiziellen Schlüsselübergabe wurden deutlich lesbar die Worte "Happy End" geschrieben. Und es bekamen die Dank ausgesprochen, die sich in der Vergangenheit, und da waren sich Pfarrerin Christiane Härtel, Landrat Clemens Lindemann und Bürgermeister Frank John als Festredner einig, als besonders belastbar erwiesen hatten: Kinder, Eltern, Kita-Leiterin Martina Heinzelman und ihr Team und natürlich auch das Presbyterium, allen voran Axel Leibrock als Vorsitzender des Kirchenbauausschusses. thw