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Kommentar zum Filmfestival Max Ophüls Preis

Kommentar zum Filmfestival Max Ophüls Preis : Frisch und kraftvoll

Die Jurys haben gesprochen und ihre Entscheidungen sind eindeutig und konsequent. „Borga“ und „Fuchs im Bau“ sind die beiden großen Gewinner des 42. Ophüls-Festivals, sahnen zusammen sieben Preise ab.

Und das völlig zu Recht.  Beide Filme stechen aus dem Spielfilmwettbewerb heraus. Sie erzählen packende, gesellschaftlich relevante Geschichten, stützen sich auf sorgfältig erarbeitete Drehbücher, sind klug und stringent inszeniert und großartig gespielt.  Der deutsche Debütant York-Fabian Raabe („Borga“) und der Österreicher  Arman T. Riahi („Fuchs im Bau“) haben viel riskiert – und viel gewonnen. Raabe setzt auf packende Cinemascope-Bilder und hat in Originalsprache gedreht, Riahi zeigt den Gefängnisalltag präzise und ungeschönt.

Beide Filme kommen frisch und kraftvoll daher, wirken sehr authentisch. Und sie stehen  in schwierigen Zeiten und einer Welt mit vielen Ungerechtigkeiten, Armut und Gewalt für ganz wichtige Werte: Toleranz, Respekt, Würde und vor allem Menschlichkeit.