Abitur Mathe im Saarland: Aufgaben überprüfen - grundsätzlich wie im Lehrplan

Streit um Mathe-Abi im Saarland : Nach erster Korrektur wollen Prüfer einzelne Aufgaben und Menge unter die Lupe nehmen

Grundsätzlich entspricht die Klausur dem Lehrplan. So lautet das Ergebnis der Korrektorenkonferenz, wie es dem Bildungsausschuss im Saar-Landtag am Donnerstag (9. Mai) mitgeteilt wurde.

Die Aufgaben der saarländischen Abiturprüfungen im Fach Mathematik sollen alle durch den Lehrplan gedeckt sein. Außerdem habe die Korrektorenkonferenz während ihrer Sitzung am Mittwoch (8. Mai) „keine Widersprüche zur Aufgabenstellung“ festgestellt. So zitiert Barbara Spaniol (Linke) nach der Sitzung des Bildungsausschusses im Saar-Landtag einen Berichterstatter des zuständigen Ministeriums.

Das Gremium befasste sich auf Antrag der Linksfraktion mit dem Streit um die aktuellen Klausuren. Auslöser dafür: Tausende Abiturienten hatten eine an Bildungsminister Ulrich Commerçon (SPD) gerichtete Online-Petition unterzeichnet, weil sie sich ungerecht behandelt fühlten. Viele der Aufgaben seien zu schwierig, einige thematisch gar nicht im Unterricht aufgetaucht. Dem widersprach nun der Ministeriumssprecher vor dem Ausschuss. Schließlich sei es durchaus gewollt, dass Prüflinge auch Transferleistungen erbringen.

Barbara Spaniol (Linke) hatte beantragt, im Bildungsausschuss wegen der Schüler-Kritik am Matheabi über das weitere Vorgehen seitens des Bildungsministeriums informiert zu werden. Foto: BeckerBredel

Allerdings, so berichtet Spaniol aus der Sitzung weiter, habe es beim Grundkurs (dreistündige Prüfungszeit) Kritik an einzelnen Aufgaben gegeben, die noch unter die Lupe zu nehmen sei. Zudem sollen sich Schüler an der ersten Aufgabe festgebissen haben. Warum dies so war, werde ebenfalls noch nachgeforscht.

Was den erweiterten Kurs (E-Kurs, fünfstündige Prüfungszeit) betrifft, werde zudem die Aufgabenmenge überprüft. Hier setzte ebenfalls Kritik an, wonach diese in der gegebenen Prüfungszeit nicht zu bewältigen gewesen sei. Sollten sich Fehler bestätigen, werde dies berücksichtigt. Der Ministeriumsmitarbeiter versicherte eine faire Benotung, sagt Spaniol. Allerdings gebe es eine Entscheidung frühestens nach der Erstkorrektur.

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