SR-Umfrage: Schwarz-Grün und Rot-Rot-Grün im Saarland möglich

Wenn am Sonntag Wahl wäre : SR-Saarlandtrend – Schwarz-Grün und Rot-Rot-Grün möglich

Aktueller Saarlandtrend: CDU legt im Saarland wieder leicht zu und bleibt klar stärkste Kraft. Große Gewinner sind aber die Grünen. Die AfD erhält einen deutlichen Dämpfer.

Im Saarland könnten sich neue politische Konstellationen abzeichnen. Wenn am kommenden Sonntag Landtagswahlen wären, könnten anders als im aktuellen Landtag außer einer großen Koalition auch ein schwarz-grünes und ein rot-rot-grünes Bündnis mit einer Mehrheit rechnen. Das ist das Ergebnis des aktuellen Saarlandtrends, einer Repräsentativ-Umfrage des Instituts Infratest-Dimap für den SR. Darin können vor allem die Grünen massiv zulegen, die CDU von Ministerpräsident Tobias Hans ist gestärkt, die AfD büßt massiv ein.

Nach der landespolitischen Stimmung läge die CDU demnach mit 37 Prozent zwei Punkte über dem Umfragewert vom Juni vergangenen Jahres, aber deutlich unter dem Ergebnis der Landtagswahl von 40,7 Prozent. Der Vorsprung gegenüber der SPD, die auf 25 Prozent (-1 gegenüber der letzten Umfrage) käme, würde sich gegenüber vergangenem Jahr vergrößern. Bei der Landtagswahl 2017 hatte sie noch 29,6 Prozent erhalten.

Die Grünen können im Vergleich zu 2018 ihr landespolitisches Ansehen deutlich verbessern (11 Prozent,+5) und gegenüber dem Landtagswahlergebnis von 4,0 Prozent klar zulegen. Die Linke käme auf unverändert zwölf Prozent (Landtagswahl 12,9 Prozent). Die AfD verliert hingegen binnen knapp eines Jahres merklich in der Wählergunst und kommt auf acht Prozent (-7), liegt aber weiter über dem Landtagswahlergebnis von 6,2 Prozent. Der FDP bliebe mit vier Prozent weiterhin der Einzug in den saarländischen Landtag verwehrt.

Mit der Arbeit der Landesregierung ist nach Angabe des SR laut Umfrage zwar eine Mehrheit der Saarländer zufrieden (55 Prozent), jedoch hat das schwarz-rote Kabinett seit Amtsantritt kontinuierlich an Rückhalt verloren. Insbesondere die Anhänger der Linken und der AfD stünden der Regierung kritischer gegenüber als im Sommer letzten Jahres.

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