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Zweibrücken: Nachruf auf Hans Friedrich Reister

Nachruf auf Hans Friedrich Reister : Akzente in der Wirtschaft gesetzt: Hans Reister ist tot

Er gehörte zu denen, die in der Wirtschaftsgeschichte Zweibrückens ein wichtiges Kapitel mitgeschrieben haben: Hans Friedrich Reister ist mit 87 Jahren verstorben. Sein Name ist vor allem verbunden mit dem Bauunternehmen Oltsch, das in Ernstweiler seinen Sitz hatte (heute befindet sich dort die neue Logistik-Halle von John Deere).

Geboren wurde Hans Friedrich Reister am 27. Juli 1935 in Berlin. Sein Vater war damals zwecks Promotion (Ingenieurwesen) in der Hauptstadt. Lang währte der Aufenthalt an der Spree nicht – bereits 1936 ging es zurück nach Zweibrücken.

Wie es Familientradition war und ist, studierte auch Hans Friedrich Reister Ingenieurwesen; 1966 stieg er dann als Geschäftsführender Gesellschafter bei der Firma Oltsch, dem Unternehmen der Familie, ein. Hans Friedrichs Großvater Karl König hatte das 1893 von Johann Oltsch gegründete Unternehmen erworben. 30 Jahre lang verantwortete Hans Friedrich Reister als Geschäftsführender Gesellschafter bei Oltsch die Geschäftsbereiche Rohrleitungsbau, Schlüsselfertigbau und Industriebau und machte Oltsch zu einer wichtigen Adresse auf dem deutschen Markt.

Doch schließlich kamen schwerere Zeiten für Oltsch – und der Traditionsbetrieb musste 1996 Insolvenz anmelden. Im 103. Jahr des Bestehens.

Für Reister bedeutete dies einen erzwungenen Ruhestand. Doch wollte er nicht ruhen und betätigte sich als freiberuflicher Gutachter, unter anderem für das Olympiastadion Berlin und den Ausbau des Flughafens Ramstein.

Reister engagierte sich zudem im Rohrleitungsbauverband (RBV) auf Bundesebene und war erster Vorsitzender des Technischen Ausschusses. Zudem war er 20 Jahre lang Vorsitzender des Ski-Clubs Zweibrücken 1965 und Vorstand im Tennis-Club Weiß-Blau.

Hans Friedrich Reister, der nach kurzer, schwerer Krankheit im Kreise seiner Familie verstarb, hinterlässt Sohn Dirk sowie die Enkel Christina, Tobias und Thorsten.

Die Trauerfeier findet am Donnerstag, 19. Januar,  um zwölf Uhr in der Alexanderskirche statt, die Beisetzung erfolgt später im engsten Familienkreis.