DWD-Bericht Polarluft zieht übers Saarland hinweg – so frostig wird es in den kommenden Tagen

Saarbrücken · Einen April-Mix aus Sonne, Wolken, Regen, Schnee und Gewitter bietet der Start in die neue Woche fürs Saarland. Dazu kommt Frost in der Nacht. Das birgt Gefahren. Die Aussichten des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

Gefahr für Obstbäume in der Region: Frostige Temperaturen beherrschen das Wetter zurzeit im Saarland. (Symboilbild)

Gefahr für Obstbäume in der Region: Frostige Temperaturen beherrschen das Wetter zurzeit im Saarland. (Symboilbild)

Foto: dpa/Patrick Pleul

Während Süddeutschland und insbesondere die Alpenregionen mit teils erheblichen Schneefällen rechnen müssen, bleibt das Saarland weitgehend von solchen Kapriolen verschont. Dennoch sollten die Menschen in der Region mit frostigen Werten zurzeit umgehen. Denn polare Kaltluft zieht über Deutschland hinweg und erreicht damit die Gebiete an Saar, Blies und Mosel. Das kann für Obstbäume, die jetzt noch in voller Blüte stehen, gefährlich werden. Denn diese dürften oftmals den Frost nicht überleben. Bauern rechnen deswegen jetzt schon mit Ernteeinbußen. So auch etliche Winzer.

So kalt wird es diese Woche im Saarland

So mussten viele am frühen Montagmorgen, 22. April, Eis von den Windschutzscheiben ihrer Autos kratzen. Denn die Temperaturen waren in der Nacht spürbar unter den Gefrierpunkt gefallen. Örtlich waren bis zu minus fünf Grad gemeldet worden. Allerdings blieben Graupel und Schnee zunächst aus.

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Anders als am vergangenen Wochenende, als teils dicke Schneeflocken zeitweise bis ins Tiefland fielen. Der Montag startete an den meisten Orten im Saarland sonnig. Doch das Wetter soll sich eintrüben. Das kündigen die Experten beim Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach an. Die Wolken nehmen zu. Das Risiko von Niederschlägen steigt im Laufe des Tages.

Schnee, Graupel und glatte Straßen sagen DWD-Experten voraus

Dabei soll es nicht nur bei Regen bleiben. Abermals rechnen Meteorologen mit Graupel und Schnee. Insbesondere in den Höhenlagen fällt dieser. Mit einer geschlossenen Decke sei indes nicht zu rechnen. Rutschig könnte es dennoch werden. In den Niederungen steigen die Temperaturen deutlich in den Plusbereich. Sieben bis zehn Grad sind möglich, auf den Bergen macht die Anzeige bei fünf Grad Schluss. Am Nachmittag müssen sich die Menschen zudem hier und da auf Gewitter einstellen.

Die Nacht auf Dienstag zeigt sich dann ruhiger. Die Wolkendecke bricht auf. Regen oder Schnee sollen dann der Vergangenheit angehören. Doch der Frost bleibt dem Saarland erhalten. Mit bis zu minus drei Grad im Flachland und sogar mit minus fünf Grad in höheren Lagen ist zu rechnen. Dabei warnen DWD-Fachleute vor Straßenglätte.

Frost insbesondere in den Höhenlagen

Nach dem wechselhaften Montag wird sich der Dienstag versöhnlicher präsentieren, heißt es vom DWD. Heitere Abschnitte sollen überwiegen. Es bleibt trocken bei Werten zwischen sieben und elf Grad. Dabei kann ein teils kräftiger Wind übers Saarland hinwegfegen.

Die trockene Phase findet im Laufe der Nacht zu Mittwoch wieder ein Ende. Zwar startet das Saarland ohne Niederschläge. Aber die Wolken ziehen ins Land. Damit ist erneut Regen und Schnee angesagt. Bei zwei bis minus zwei Grad drohen wieder glatte Straßen und Wege.

So sieht die Entwicklung beim Wetter im Saarland zur Wochenmitte aus

Auch wenn es ab Mittwoch zunehmend milder im Saarland wird, sind an diesem Tag Schneeschauer im Bergland weiterhin möglich. Denn bei sieben bis zwölf Grad meldet der DWD nochmals Schneeschauer in höheren Gebieten.

Die Schauer ziehen in der Nacht auf Donnerstag ab. Im Bergland kann es abschließend etwas schneien. Dazu gesellt sich Nebel. Mit minus ein Grad bleibt es leicht milder als zuvor. Dennoch keine Entwarnung vor Straßenglätte.

Erster Ausblick auf den Freitag im Saarland

Die ruhigere Ausgangslage ist nicht von langem Bestand. Am Donnerstag fährt der April all das auf, was er so im Repertoire hat: Regenschauer, Graupel, vereinzelte Gewitter und höher gelegen Schnee. Bei schwachem bis mäßigem Wind schaffen es die Temperaturen auf elf Grad.

Die Nacht zu Freitag bleibt wechselnd bis stark bewölkt. Dabei kommt es nur noch gelegentlich zu Niederschlägen. Wo sich Wolkenlücken auftun, sind Nebelschwaden drin. Frost am Boden bleibt bei drei bis null Grad durchaus ein Thema.

(hgn)
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