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Jungs und Mädchen laufen für ihre Schule

Jungs und Mädchen laufen für ihre Schule

Völklingen. Gut gelaunt drehen die Jungs und Mädchen des Völklinger Marie-Luise-Kaschnitz-Gymnasiums (MLK), darunter viele Schüler aus dem Köllertal, am Mittwochvormittag ihre Runden ums Wasserwerk Simschel. Einige joggen leichtfüßig durch den Wald, andere kommen etwas außer Puste. Aber das Sauerstoffzelt, das ein Zuschauer scherzhaft anbietet, benötigt niemand

Völklingen. Gut gelaunt drehen die Jungs und Mädchen des Völklinger Marie-Luise-Kaschnitz-Gymnasiums (MLK), darunter viele Schüler aus dem Köllertal, am Mittwochvormittag ihre Runden ums Wasserwerk Simschel. Einige joggen leichtfüßig durch den Wald, andere kommen etwas außer Puste. Aber das Sauerstoffzelt, das ein Zuschauer scherzhaft anbietet, benötigt niemand. Es geht nicht um sportliche Höchstleistungen, sondern um den Spaß. Und es geht um die Lernbedingungen an ihrer Schule. "Das MLK - Fit für die Zukunft!", lautet das Motto des Spendenlaufs, den die Lehrer Mark Wetzel, Julia Schöneberger und Sabine Huth auf die Beine gestellt haben. "Der Erlös fließt komplett in die technische Ausstattung der Schule", erklärt Organisator Wetzel. Pro gelaufene Runde spendieren Eltern, Freunde, Lehrer oder Geschäftsleute einen vorher festgelegten Betrag. Mit dem Geld sollen neue Computer, DVD-Player und Beamer für den Unterricht gekauft werden.Die Idee, so Wetzel, sei aus der Notwendigkeit geboren. Bei dem Wunsch nach Neuanschaffungen gibt es häufig Absagen. Aber statt immer nur über die mangelnde Unterstützung des Schulträgers zu klagen, entschloss man sich am MLK, die Beine in die Hand zu nehmen und die Schule selbst fit für die Zukunft zu machen. Alle Klassen und Kurse helfen mit. Die jüngeren Läufer nehmen die 400 Meter-Strecke in Angriff, die Runde für die älteren Schüler misst 800 Meter. Und auch Lehrer schwitzen mit.Mindestens 20 Runden will Luca Naccarato schaffen. "Die Idee ist nicht schlecht", versichert der 15-Jährige mit Blick auf die Hintergründe des Laufs. Auch seine Kollegen identifizieren sich mit der Aktion. "Wir profitieren alle davon", findet Nina Weiland. Die Zehntklässlerin hat ihren Lauf bereits hinter sich. Für die sportliche junge Dame waren vier Runden kein Problem.Mert Avsar rannte zwischendurch zu schnell und musste wegen Seitenstichen einige Gehpausen einlegen. Aber kein Problem. "Es war nicht sehr anstrengend", versichert der 13-jährige Laufanfänger. Jannik Eberhardt hat sogar rund 210 Euro erlaufen. "Ich hätte nicht gedacht, dass ich so lange durchhalte", berichtet der Siebtklässler nach stolzen 14 Kilometern. Als einer der Besten wird er mit einem hübschen Schulorden ausgezeichnet. tan