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Gefährliche Schäden: Kirmes in Geislautern ohne Glockenläuten

Für die Sandsteinfassade des Geislauterner Kirchturms sind zurzeit schon Glocken-Vibrationen zu viel. Archivfoto: Jenal
Für die Sandsteinfassade des Geislauterner Kirchturms sind zurzeit schon Glocken-Vibrationen zu viel. Archivfoto: Jenal
Geislautern. Vor zwei Wochen hatten wir berichtet, dass wegen Sanierungsarbeiten am Turm der Geislauterner Kirche Maria Himmelfahrt mehrere Glocken und der viertelstündige Glockenschlag, der normalerweise die Uhrzeiten angibt, stillgelegt werden mussten. Nun gibt es eine neue Hiobsbotschaft - Pfarrer Patrick Altmeyer von der katholischen Pfarrei Heilig Kreuz im Warndt hat sie am Freitag mitgeteilt. Bei der Begehung des Turms mit Architekt und Statiker sei festgestellt worden, dass durch Rost und Frost an einem Stahlträger , der auf Höhe der Schallluken eingebaut ist, im Laufe der Zeit Mauerstücke abgesprengt wurden. Es bestehe die akute Gefahr, dass diese Steine jederzeit durch die Schwingungen beim Läuten der Glocken herausbrechen und vom Turm herabfallen könnten. red

Deshalb hat die Pfarrei am Donnerstag als Sofortmaßnahme alle Glocken stillgelegt und die Steinmetzfirma beauftragt, schnellstmöglich die losen Steine und den Stahlträger auszubauen und das Mauerwerk zu sichern. Zurzeit, sagt Pfarrer Altmeyer, sei nicht absehbar, wie lange es dauere, die Sanierungsarbeiten so weit voranzutreiben, dass wenigstens ein Teil der Glocken wieder läuten darf.


"Zur Messe am Samstag, die um 17.30 Uhr in der Kirche zum Auftakt der Kirmeseröffnung mit anschließendem Umzug zum Kirmesgelände gefeiert werden soll, werden die Glocken leider schweigen müssen", schreibt er bedauernd.