Bei ihrer Arbeit gibt das Wetter den Takt vor

Bei ihrer Arbeit gibt das Wetter den Takt vor

Völklingen. Wenn die Tage kürzer und die Nächte kälter oder gar - wie bereits geschehen - leicht frostig werden, spucken Hobbygärtner noch mal kräftig in die Hände. Der Sommerflor muss aus der Erde, Kübelpflanzen wandern in den Keller, Blumenzwiebeln werden gesetzt, Hecken geschnitten. Und der Rasenmäher startet zur letzten Wiesen-Runde

Völklingen. Wenn die Tage kürzer und die Nächte kälter oder gar - wie bereits geschehen - leicht frostig werden, spucken Hobbygärtner noch mal kräftig in die Hände. Der Sommerflor muss aus der Erde, Kübelpflanzen wandern in den Keller, Blumenzwiebeln werden gesetzt, Hecken geschnitten. Und der Rasenmäher startet zur letzten Wiesen-Runde. Neben den Privatgärten werden zurzeit auch öffentliche Parks und Friedhöfe winterfest gemacht. Zuständig ist in Völklingen der städtische Fachdienst "Öffentliches Grün und Friedhöfe", besser bekannt als Stadtgärtnerei. Während die Mitarbeiterkolonnen sich von der Kühlweinstraße aus ans Werk machen, denken Fachdienstleiter Tobias Noll und sein Stellvertreter Martin Scheller bereits an die Zukunft. "Wir müssen vorausschauend arbeiten", erklärt Noll im SZ-Gespräch. So laufen schon jetzt die Preisanfragen für den Sommerflor des nächsten Jahres. Neben Weitsicht ist vor allem Flexibilität gefordert. Sturm, Starkregen oder Schnee können den Wochenplan schnell über den Haufen werfen. Doch derzeit macht das Wetter keine Kapriolen, wie am Schnürchen laufen die Arbeiten. In der neuen Grünanlage in der Gärtnerstraße sticht Gerhard Geber mit dem Spaten ein Stück Wiese aus. Anschließend versteckt Kollege Boris Krivograd ein halbes Dutzend Narzissen-Zwiebeln in der Kuhle. Schnell den Rasen wieder festgedrückt - fertig! Rund 15 000 Blumenzwiebeln werden zurzeit im Stadtgebiet gesetzt.Auf dem Waldfriedhof wird ebenfalls kräftig gearbeitet: Nachdem die Truppe das Unkraut entfernt hat, wird die Deckschicht des Weges wieder in Schuss gebracht. Ein Muldenkipper karrt die Rotasche heran, der Rest ist Handarbeit. Die Gärtnerei-Kolonnen sind in der ganzen Stadt unterwegs. Sie räumen den "ville fleurie"-Schmuck ab, schneiden Bäume oder sammeln Laub ein. "Wir können nicht alles gleichzeitig machen", betont Fachdienstleiter Noll. Deshalb wird nach Dringlichkeit vorgegangen. Die großen Sträucher auf den Friedhöfen etwa können problemlos bis zum Winter auf ihren Schnitt warten. Bei anderen Arbeiten gibt das Wetter den Takt vor: Droht Nachtfrost, muss das Wasser aus den Leitungen der Friedhof-Brunnen abgelassen werden. Die Mitarbeiter der Stadtgärtnerei legen sich mächtig ins Zeug, damit sich die Besucher der Parks und Friedhöfe wohl fühlen. An den Nachwuchs wird ebenfalls gedacht: Die Rodelbahnen auf dem Kreuzberg und in der verlängerten Schachtstraße auf dem Heidstock sind gemäht und warten auf den ersten Schnee. Und für die Hobbygärtner haben die Fachleute der Stadt auch noch einen Tipp: Wer jetzt seinen Grünschnitt zur Kompostieranlage fährt, sollte nicht mit leeren Händen zurückkehren. Der Naturkompost aus Fürstenhausen hilft, die Qualität des heimischen Bodens zu verbessern.

Auf einen BlickDie 46 fest angestellten Mitarbeiter des städtischen Fachdienstes "Öffentliches Grün und Friedhöfe" in Völklingen werden unterstützt von Saisonkräften, Ein-Euro-Jobbern und Lehrlingen des Diakonischen Werks. Das rund 80-köpfige Team kümmert sich unter anderem um zehn Friedhöfe, 60 Kinderspielplätze und über 5000 Bäume. Während der Forst den so genannten dunkelgrünen Bereich - also den Wald - betreut, ist die Stadtgärtnerei für die innerstädtischen Grünflächen zuständig. tan