Fußball ist nicht mehr sein ganzes Leben

Fußball ist nicht mehr sein ganzes Leben

Geislautern. Seine ganze Kindheit und Jugend hat Rainer Röpnack mit Fußballspielen verbracht. Bis er 20 Jahre alt wurde, war er beim SV Geislautern ein begeisterter Sportler. Danach verschlug es ihn zehn Jahre nach Bayern, bis er schließlich mit seiner Familie zurückkehrte. Der heute 51-Jährige fing wieder an, Fußball zu spielen und Jugendmannschaften zu trainieren

Geislautern. Seine ganze Kindheit und Jugend hat Rainer Röpnack mit Fußballspielen verbracht. Bis er 20 Jahre alt wurde, war er beim SV Geislautern ein begeisterter Sportler. Danach verschlug es ihn zehn Jahre nach Bayern, bis er schließlich mit seiner Familie zurückkehrte. Der heute 51-Jährige fing wieder an, Fußball zu spielen und Jugendmannschaften zu trainieren. "Zehn Jahre lang war ich für verschiedene Mannschaften Trainer. Jetzt macht das mein Sohn, der ist nämlich auch im SV Geislautern", erzählt Röpnack. Heutzutage spielt der Unternehmensberater nicht mehr, sondern macht sich mit dem Verein für soziale Hilfsprojekte stark. "Ich war acht Jahre im sozialen Bereich mit psychisch kranken Menschen beschäftigt. Mein soziales Engagement habe ich aus dieser Zeit mitgenommen", sagt Röpnack. Schon einiges hat der SV Geislautern mit seiner Hilfe auf die Beine gestellt. Als man 2004 beim DFB-Wettbewerb einen Hauptpreis gewann, kamen die Verantwortlichen des SV Geislautern zu dem Schluss, dass der Verein "viel mehr als nur Fußball" sei. Seitdem organisieren Röpnack und andere ehrenamtliche Helfer mit Erfolg Dritte-Welt-Hilfsprojekte. Im Sommer sammelte der Verein, mit dem 2009 gegründeten "Club der 1910 Freunde", Spenden für gleich zwei Projekte. Für Nestwärme Trier, eine Hilfsorganisation, die sich für Familien mit chronisch-kranken und behinderten Kindern einsetzt, und die Initiative Sudan, die Kinder, Jugend und Gemeinden im Sudan fördert. "Die Idee war, 1910 Menschen zu suchen, die jeweils einen Euro spenden", erläutert Röpnack. Doch letztendlich konnte der Verein bis Mitte Juni für beide Organisationen jeweils 1500 Euro sammeln. Im Mai organisierte er ein Fußballturnier, bei dem über 100 Fußballmannschaften und somit fast 1000 Sportler mitmachten (wir haben berichtet). Von Jugendvereinen, Schulen und Firmenteams bis zu den Mannschaften der Alten Herren war alles vertreten. Die Fußballer wurden in rote und weiße Teams aufgeteilt, und am Ende des Turniers gewannen die Roten mit 187 zu 171 Punkten. "1910 Minuten sollten die Spiele dauern, genau das ist auch das Gründungsjahr des SV Geislautern. Dieses Jahr wurde der Verein nämlich 100 Jahre alt", erzählt Röpnack. Mitte Juni fand die Jubiläumsveranstaltung statt; dabei übergab man die gesammelten Spenden an die beiden Projekte und weihte das neu Clubheim ein. Viel Kraft und Freude zieht Rainer Röpnack daraus, zu sehen, wie der Zusammenhalt des Sportvereins durch die vielen sozialen Projekte gestärkt wird. Und vor allem auch, zu erleben, was Menschen alles gemeinsam bewirken können, wenn sie es nur wollen.