„Saarbrigger Schaffer“ kommt gut an

Als gute Idee hat sich nach Ansicht von Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer das Baustellen-Informationssystem „Saarbrigger Schaffer“ erwiesen. Es zeigt im Internet, wo und weshalb die Stadt baut – oder bauen lässt.

Die Landeshauptstadt Saarbrücken macht nach Worten von Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer sehr gute Erfahrungen mit dem Baustellen-Informationssystem "Saarbrigger Schaffer", das vor zwei Jahren eingeführt wurde.

Über einen Code, der an jeder (der derzeit 90) Baustellen der Stadt oder ihrer Tochterbetriebe im Stadtgebiet angebracht ist, kann der Interessent auf der Webseite der Verwaltung oder über eine App erfahren, wer zu welchem Zweck wie lange baut. Auch über Kosten und die Gründe für Verzögerungen wird geschrieben.

Die Dezernentin kündigte allerdings an, künftig nicht mehr über die Fertigstellungsgrade zu informieren. Es sei nämlich nicht klar zu definieren, ob damit der zeitliche Fortschritt oder das Bauvolumen gemeint sei, so dass immer wieder Irritationen aufkämen. Frau Wandel-Hoefer gab als Ziel aus, "noch laiengerechter zu erklären, was wir machen", und möglichst viele Projekte umfangreich zu beschreiben. Beim Umbau der Eisenbahnstraße gelinge dies deutlich besser als beim vorangegangenen Kanalbau, der mit eher kargen Worten beschrieben worden sei. Ein Nachteil des Marketing-Modells "Saarbrigger Schaffer" sei, dass die Baustellen des Landesbetriebes für Straßenbau nicht integriert seien.

Nach Auskunft von Stadtpressesprecher Robert Mertes interessierten sich vom 1. Januar bis 1. November exakt 11 264 Besucher im Internet für den "Saar brigger Schaffer" und riefen insgesamt 37 955 Seiten auf. Über die iPhone-App hätten inzwischen über 14 000 Nutzer Zugriff auf die Baustellen-Seiten.

Außerdem nutzten viele Saarbrücker das Telefon-Service-Center der Landeshauptstadt, um sich nach Baustellen zu erkundigen. Diese Informationsmöglichkeiten seien im Saarland einmalig.