Ohne de Nutte in das wegweisende Spiel

Das Spiel gegen den Verfolger NSU Neckarsulm ist für den Tischtennis-Zweitligisten ATSV Saarbrücken wegweisend. Die Nummer zwei der Saarländerinnen, Sarah de Nutte, wird an diesem Samstag jedoch fehlen.

Selten zuvor war die Südstaffel der 2. Tischtennis-Bundesliga der Damen so spannend, selten war sie so umkämpft. Denn durch die Einführung der eingleisigen zweiten Liga ab kommender Saison wurde das Feuer bei einigen Mannschaften entfacht. So auch beim ATSV Saarbrücken. Auf das Topspiel gegen den Tabellenführer TTC Wendelstein (6:2) folgt nun der nächste Kracher - die NSU Neckarsulm ist an diesem Samstag, 14 Uhr, in der Moltkehalle zu Gast.

"Aber auch dieses Spiel ist völlig offen", betont Wolfgang Scholer, der Tischtennis-Abteilungsleiter des ATSV. Auch wenn die Mannschaft in dieser Saison quantitativ und qualitativ stark aufgestellt ist. Während die große Stärke in den vergangenen Spielzeiten vor allem das hintere Paarkreuz war, ist sie mit den Neuzugängen Mitsuki Yoshida und Sarah de Nutte jetzt auch an den vorderen Brettern so gut aufgestellt, dass sie jeden Gegner in der Liga besiegen kann. Was gegen den unbesiegten Tabellenzweiten TSV Schwabhausen (2:6) knapp misslang, glückte vergangene Woche gegen Wendelstein, wofür Yoshida, de Nutte, Tessy Gonderinger, Ann-Kathrin Herges und Theresa Adams mit dem dritten Tabellenplatz belohnt wurden.

Gegen den Tabellennachbarn Neckarsulm wollen die Saarbrückerinnen auch ohne ihre Nummer zwei punkten. Sarah de Nutte spielt für Luxemburg bei den "International Polish Open" im polnischen Spala und hat in der ersten Runde Anja Schuh, die ehemalige Nummer eins des ATSV Saarbrücken, mit 4:2 besiegt. "Für ihr Selbstvertrauen ist das ganz wichtig", sagt Scholer. Dass mit de Nutte eine wichtige Spielerin ausfällt, soll der Erfolgsgeschichte des ATSV aber keinen Abbruch tun. "Wir wollen uns in der oberen Tabellenhälfte festsetzen", sagt Scholer, "aber Neckarsulm ist ebenfalls ein Kandidat für die ersten fünf Plätze".

Umso schwerer wirkt die Bedeutung der Begegnung am Samstag. Mit einem Sieg würde der ATSV seinem Saisonziel einen Schritt näher kommen: Er will am Ende selbst entscheiden, ob er in der zweiten oder der dritten Liga aufschlagen wird. Bis dahin werden die ATSV-Damen in der Südstaffel noch viele enge, umkämpfte Spiele gewinnen müssen.