Rabbiner-Rülf-Platz und Erinnerungsort werden eingeweiht

Die Landeshauptstadt Saarbrücken weiht morgen, Dienstag, um 14 Uhr den Rabbiner-Rülf-Platz und den Erinnerungsort „Der unterbrochene Wald“ als integrativen Bestandteil des Platzes ein. Dazu sind alle Bürger eingeladen, teilt die Stadtpressestelle mit und erläutert, was es mit dem Platz sowie dem Erinnerungsort auf sich hat.



Nach achtmonatiger Bauzeit fertig gestellt, verbindet der Rabbiner-Rülf-Platz das Willi-Graf-Ufer, die Berliner Promenade und die Bahnhofstraße. Benannt ist der Platz nach Schlomo Friedrich Rülf, der von 1929 bis 1935 in der jüdischen Gemeinde Saarbrückens Rabbiner war. Er rettete das Leben vieler jüdischer Bürger. Der Erinnerungsort "Der unterbrochene Wald" auf dem neuen Platz erinnert an die von den Nazis ermordeten saarländischen Juden. Er ist gestaltet nach einem Entwurf des Darmstädter Künstlers Ariel Auslender.

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz, Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, Richard Bermann, Vorsitzender der Synagogengemeinde Saar, Yedida Kaouly-Rülf, Tochter von Schlomo Friedrich Rülf, sowie der Künstler Ariel Auslender halten die Eröffnungsreden. Ein Liedvortrag und ein Gebet des Kantors der Synagogengemeinde, Benjamin Chait, stehen morgen ebenfalls auf dem Programm. Danach eröffnet Charlotte Britz gegen 16 Uhr im Festsaal des Rathauses St. Johann eine Ausstellung zu Schlomo Friedrich Rülf. Professor Herbert Jochum (Christlich-Jüdische Arbeitsgemeinschaft des Saarlandes) und Willi Portz (Adolf-Bender-Zentrum St. Wendel) stellten die Ausstellung zusammen. Auch dazu sind alle eingeladen.

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