Kompromiss für Studentenwohnheime an Saar-Uni

Die landeseigene Wohnungsgesellschaft Woge Saar kauft die neun Studentenwohnheime des Studentenwerks im Saarland und übernimmt damit auch die Sanierung und Instandsetzung. Das teilte die saarländische Staatskanzlei gestern mit.

Das Studentenwerk mietet die Wohnheime von der Woge zurück und betreibt sie künftig als Generalmieter. Diese Kooperationslösung hat der Verwaltungsrat des Studentenwerks gestern mehrheitlich beschlossen. Ministerpräsidentin und Wissenschaftsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU ) begrüßte die Kooperation als ein gutes Signal für die Studierenden. "Wir haben die beste Lösung für alle gefunden - gerade auch für die Studierenden", sagte sie.

Die Diskussion um die Zukunft der Wohnheime schwelt seit Jahren. Das Studentenwerk hatte den Sanierungsstau in seinen Wohnheimen beklagt und um Landeshilfen gebeten. Das Konzept von Land, Woge und Studentenwerk soll die Wohnheimsituation langfristig verbessern und ohne Landesgeld auskommen. Wichtige Eckpunkte seien weiterhin umfassende Mitspracherechte der Bewohner sowie eine dreijährige Mietpreisgarantie.

Der Asta der Saar-Uni lehnt das Kooperationsmodell zwischen Studentenwerk und der Woge hingegen ab. Der Beschluss könne auf keinen Fall als "die beste Lösung für alle" bezeichnet werden, sagte der Asta-Vorsitzende Govinda Sicheneder. Es zeichne sich ab, dass ohne eine massive Erhöhung der Mieten keine wirtschaftliche Lösung für beide Seiten gefunden werden könne.

Die SPD-Landtagsfraktion begrüßte den Kompromiss: "Damit ist eine jahrelange Hängepartie endlich zu Ende. Wir gehen davon aus, dass damit eine tragfähige Lösung gefunden ist, die langfristig studentisches Wohnen zu günstigen Mieten in Saarbrücken und Homburg gewährleistet", sagte der hochschulpolitische Sprecher Sebastian Thul .