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Asta kritisiert Wohnheim-Konzept der Woge

Asta kritisiert Wohnheim-Konzept der Woge

Der Asta der Saar-Uni befürchtet steigende Mieten im Fall eines Verkaufs der Studentenwohnheime an die Wohnungsgesellschaft Saarland (Woge). "Zwar schließt die Woge eine Preiserhöhung für drei Jahre aus, doch was danach passiert, dazu hat sie sich nicht geäußert", sagte der Asta-Vorsitzende Benjamin Degen.

"Im Gegensatz zur Woge hat das Studentenwerk als gemeinnütziger Verein keinerlei Interesse daran, Gewinne zu erzielen", so Asta-Vorsitzender Govinda Sicheneder. Sollte die Woge die Wohnheime kaufen, sieht er die studentische Mitbestimmung in Gefahr. "Bei einem Verkauf würden wir dieses Recht verwirken." Im Besitz der Woge seien die Wohnheime direkt dem Land unterstellt, so Sicheneder. "Damit wäre das studentische Wohnen abhängig von der Landespolitik, die nicht zwangsläufig das Wohl der Studenten garantiert."

Die Woge will das Wohnheim D nur bei gleichzeitiger Übernahme sämtlicher Wohnheime im Saarland sanieren. Damit habe die Landesregierung dem Studentenwerk das Messer auf die Brust gesetzt, sagt Degen. Doch das Woge-Konzept sei nicht die einzige Option: Weiterhin suchen Studentenwerk und Uni nach einem privaten Investor für das Wohnheim D, wie Saar-Uni-Sprecherin Friederike Meyer zu Tittingdorf bestätigte. Anne-Marie Oswald, Geschäftsführerin des Studentenwerks, wollte sich aktuell nicht zu dem Thema äußern.

Eine Entscheidung über die Zukunft der Wohnheime soll Anfang Juni fallen. In dem Gremium, das über den Verkauf entscheidet, sitzen neben vier Vertretern der Landesregierung, drei Vertretern der Uni und drei Vertretern des Studentenwerks auch drei studentische Vertreter. Degen kündigte an, der Asta werde eine Entscheidung "für den besseren studentischen Wohnraum" treffen.