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Saarbrücken: Grüne fordern kostenlose Tampons und Binden auf Toiletten

Grüne im Stadtrat fordern : Grünen-Idee: Gratis-Tampons und Binden auf städtischen Damenklos

Die Stadtratsfraktion der Grünen fordert, dass kostenlose Hygieneartikel für Frauen in den öffentlichen Toiletten selbstverständlich werden.

Einen Beitrag zu mehr Geschlechtergerechtigkeit nennen die Grünen im Saarbrücker Stadtrat ihren neusten Vorschlag. Sie verlangen, dass es künftig auf allen Damentoiletten in öffentlichen Gebäuden der Landeshauptstadt kostenlose Binden und Tampons gibt. Was heute bei Klopapier selbstverständlich ist, müsse es auch bei Hygieneartikeln für die weibliche Periode sein.

Damit gehen Fraktionschefin Jeanne Dillschneider und ihre frauenpolitische Sprecherin Patricia Schumann an die Öffentlichkeit. „Wie Seife, Papierhandtücher und Toilettenpapier sollen Menstruationsartikel zur Grundausstattung öffentlicher Toiletten gehören“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Grünen-Fraktion.

Insbesondere junge Frauen bekämen ihre Tage unregelmäßig und damit überraschend. Dennoch müssten sie sich immer selbst um entsprechende Menstruationsmittel kümmern. Die beiden Politikerinnen sind der Auffassung, dass diese Produkte „eigentlich eine Selbstverständlichkeit“ auf öffentlichen Toiletten sein müssten.

Ihre Kollegen auf Regionalverbandsebene forderten bereits für die weiterführenden Schulen Binden und Tampons auf Toiletten. Das unterstütze die Stadtratsfraktion und ergänze dies nun um ihren Vorstoß, den sie am Dienstag, 12. Juli, im Hauptausschuss einbringen will. Die Stadtverwaltung solle das Anliegen in einem ersten Schritt prüfen.  

Neben der Geschlechtergerechtigkeit gehe es den Politikerinnen außerdem darum, einkommensschwache Frauen zu entlasten. Zudem werde damit die Regel enttabuisiert, sind sich Dillschneider und Schumann einig.

Zuvor hatten die Bündnisgrünen gefordert, die Kleiderordnung in städtischen Bädern aufzuheben, dass die weibliche Brust durch ein Oberteil bedeckt sein muss. Das sei nicht mehr zeitgemäß und widerspreche der sexuellen Selbstbestimmung.