Ampel für Saarbahn wieder auf Rot

Riegelsberg. Im Januar sah es so aus, als käme die Saarbahn durch Riegelsberg vielleicht doch ins Rollen. Die jüngste Gemeinderatssitzung jedoch zeigte: Man ist keinen Millimeter weiter gekommen. Stattdessen gab es Hauen und Stechen. Die CDU warf der SPD Wortbruch vor. Die SPD warf der CDU Bürgertäuschung vor

Riegelsberg. Im Januar sah es so aus, als käme die Saarbahn durch Riegelsberg vielleicht doch ins Rollen. Die jüngste Gemeinderatssitzung jedoch zeigte: Man ist keinen Millimeter weiter gekommen. Stattdessen gab es Hauen und Stechen. Die CDU warf der SPD Wortbruch vor. Die SPD warf der CDU Bürgertäuschung vor.

Erinnern wir uns: Im Januar hatte die Verwaltung im Gemeinderat ein neues Saarbahn-Konzept zur Inbetriebnahme der Ortsdurchfahrt Riegelsberg vorgestellt. Die CDU erklärte daraufhin, die Sache mit einer "pauschalierten Anschubfinanzierung" unterstützen zu wollen. In der Ratssitzung stellte die Saarbahn-Geschäftsführung die aus ihrer Sicht machbarste Variante vor. Diese Variante wurde von Ralf Waschburger (Grüne) abgelehnt, weil sie eine Verschlechterung des derzeitigen Bedienungsangebotes (mit Bussen) darstelle.

Auch Volker Christmann (CDU) kritisierte: "Die Variante ist für uns nicht ausreichend, weil sie Walpershofen nicht anbindet und keine Verbesserung des jetzigen Bedienungsangebotes bringt." Ähnlich Jürgen Klein (FDP): "Güchenbach als Endpunkt ist nicht vorstellbar, nur in Walpershofen ist eine Umschlagmöglichkeit für den Zubringerverkehr gegeben." SPD-Sprecher Klaus Häusle wollte die Argumente nicht gelten lassen: "Wir waren der Meinung, dass wir die Saarbahn heute aufs Gleis setzen können. Jetzt ist die Inbetriebnahme zum 24. August gefährdet, weil die Saarbahn ein halbes Jahr Vorlaufzeit benötigt."

Auf Antrag der CDU wurde die Angelegenheit mit der Saarbahn einstimmig zur weiteren Beratung in die Ausschusssitzung am 9. März verschoben. Eine endgültige Entscheidung könnte der Riegelsberger Gemeinderat dann am 30. März treffen. dg