Seit 60 Jahren in der Gewerkschaft

Quierschied. "Am 2007 beschlossenen Kohlekompromiss darf nicht gerüttelt werden. Die Bundesregierung muss vertragstreu bleiben. Alles andere wäre ein schwerer Vertrauensverlust in die Verlässlichkeit der Politik

Quierschied. "Am 2007 beschlossenen Kohlekompromiss darf nicht gerüttelt werden. Die Bundesregierung muss vertragstreu bleiben. Alles andere wäre ein schwerer Vertrauensverlust in die Verlässlichkeit der Politik." Das betonte Hermann Meyer, der Vorsitzende der Ortsgruppe Quierschied der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (IGBCE), bei der Mitgliederversammlung mit Jubilarehrung in der Jahnturnhalle. Gäbe es wie von der EU-Kommission in Brüssel gefordert, nur noch Betriebsbeihilfen für Steinkohlebergwerke, die bis zum 15. Oktober 2014 stillgelegt werden, hätte das unausweichlich Massenentlassungen zur Folge. Meyer betonte: "Die Gewerkschaft wird sich mit aller Macht gegen diese Pläne zur Wehr setzen." Das bestätigte IGBCE-Rechtsschutzsekretär Ulrich Schacht. Er stellte klar: "Abgemacht ist abgemacht." Alle Bergleute in Deutschland bräuchten diese Sicherheit. Der Sekretär würdigte die Leistungen und das Engagement der langjährigen Mitglieder. Mit großem Einsatz hätten sie viele soziale Errungenschaften, wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld oder die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall erkämpft, lobte er. Er appellierte an die älteren Jubilare: "Die jetzt noch aktive Bergleute brauchen eure Unterstützung." Nach Angaben von Meyer hat die Ortsgruppe 224 Mitglieder. Der Vorsitzende betonte. "Dem Vorstand ist der persönliche Kontakt zu allen Mitgliedern sehr wichtig." Meyer erinnerte an die Zehn-Tagesfahrt der Ortsgruppe in den Harz. 40 Mitglieder waren dabei. Der Vorsitzende: "Das war eine gute Resonanz." Leider sei die Beteiligung an der Bildungsveranstaltung zum Thema Versicherungen der Bundesknappschaft sehr gering gewesen, bedauerte er. Mit Ulrich Schacht zeichnete Hermann Meyer die Jubilare aus. 25 Jahre sind Peter Bock, Frank Willscheid, Carsten Jehle und Peter Eisinger in der Organisation. Seit 40 Jahren haben Remzi Uestuendag, Arno Klicker, Manfred Pfeiffer, Hasan Karakuetuek, Thomas Zapp und Friedrich Kraechan das Gewerkschaftsbuch. Seit 60 Jahren sind Theodor Staub, Anton Jeckl, Friedrich Rolli, Hermann Müller und Arthur Loth dabei.