1. Saarland
  2. Saarbrücken
  3. Quierschied

Gutachten soll Standorte für Mobilfunk festlegen

Gutachten soll Standorte für Mobilfunk festlegen

Quierschied. Die Gemeinde Quierschied will Standorte von gewerblichen Mobilfunkanlagen nicht dem Zufall überlassen. Auf Vorschlag von Bürgermeisterin Karin Lawall hat der Umwelt-Ausschuss in seiner jüngsten Sitzung ein Gutachten zur Standortsauswahl im Gemeindebezirk Fischbach-Camphausen in Auftrag gegeben. Erstellt wird es von Professor Dr

Quierschied. Die Gemeinde Quierschied will Standorte von gewerblichen Mobilfunkanlagen nicht dem Zufall überlassen. Auf Vorschlag von Bürgermeisterin Karin Lawall hat der Umwelt-Ausschuss in seiner jüngsten Sitzung ein Gutachten zur Standortsauswahl im Gemeindebezirk Fischbach-Camphausen in Auftrag gegeben. Erstellt wird es von Professor Dr. Wolfgang Langguth von der Hochschule für Technik und Wirtschaft. In dem Gutachten sollen geeignete Standorte auf öffentlichen Flächen und Dächern festgelegt und mit den Mobilfunkbetreibern abgesprochen werden. Dadurch sollen Konflikte zwischen Bürgern und den Betreibern der Anlagen vermieden werden. Mit diesem Beschluss hat der Ausschuss Abstand vom so genannten Kirkeler Modell genommen. Inhalt dieses Modells war die Aufstellung eines Bebauungsplans. Darin sollten die Standorte für Mobilfunkanlagen festgelegt werden. Dieser Plan hätte die Gemeinde aber mehrere Zehntausend Euro gekostet. Zum Hintergrund: Im Mai 2007 wurde in Fischbach eine Bürgerinitiative gegen Mobilfunkanlagen gegründet, nachdem auf dem Dach des Fischbacher Kolpinghauses ein Mobilfunkmast aufgestellt worden war. Die Initiative wollte verhindern, dass noch weitere Anlagen in Wohngebieten der Gemeinde gebaut werden. Infolge der massiven Proteste der Bürgerinitiative, befassten sich auch die gemeindlichen Gremien mit dem Thema. Schließlich beschloss der Gemeinderat im September 2007 einstimmig, ein so genanntes Standortgutachten erstellen zu lassen und einen Bebauungsplan aufzustellen. Als Vorbild diente die Gemeinde Kirkel. Ferner wurde ein Arbeitskreis Mobilfunk gegründet. Ihm gehörten Vertreter der CDU- und SPD-Fraktion an, Mitglieder der Bürgerinitiative und Mitarbeiter der Verwaltung. Als Experte wurde Professor Dr. Wolfgang Langguth zu den Sitzungen eingeladen. Langguth hatte im Auftrag des Landes Messungen zur Strahlung von Mobilfunkanlagen gemacht. 2008 gab es drei Sitzungen, 2009 fand ein Treffen statt.Nach Angaben von Lawall gibt es von den Mobilfunkbetreibern bis 2012 keine Pläne für die Einrichtung neuer Standorte in der Gemeinde Quierschied. Weiter erklärt die Verwaltungschefin: "Wenn das Verfahren für den Gemeindebezirk Fischbach erfolgreich abgeschlossen ist, soll auch für den Gemeindebezirk Quierschied ein entsprechendes Gutachten beauftragt werden." Das Gutachten für Fischbach koste rund 6000 Euro.