Studenten setzen in Saarbrücken auf Youtube-Videos

Studentenleben in Saarbrücken : Kein Heulen und Zähneklappern

Für alle, die dazu raten, sich nach „bösen“ Wörtern den Mund auszuspülen und sich jetzt fragen, ob das wirklich notwendig ist: Ja, das Wort mit A muss sein. Denn diese kleine Geschichte lebt nunmal von einem Satz, der so und nicht anders gesagt wurde und abgeändert albern klingen würde: „Youtube wird uns den Arsch retten.“ Gefallen ist der Satz abends um kurz vor acht in der Saarbahn.

Zwei Studenten, die offenbar noch nicht so lange im universitären Orbit kreisten, tauschten erste Erfahrungen aus. Beide wirkten ziemlich verunsichert. Sein Professor rede 45 Minuten, das klinge immer alles sehr klug, erzählte Student Nummer eins. Aber am Ende habe er dann überhaupt nicht verstanden, was der eigentlich sagen wollte. So sei das mit einem seiner Profs auch, sagte Student Nummer zwei. Der tue immer ganz wichtig und ermahne die Studenten, ja genau aufzupassen, denn wenn sie das nicht täten, dann komme am Ende des Semesters das große Heulen und Zähneklappern. Das Schweigen, das folgte, ließ mich befürchten, dass das große Heulen und Zähneklappern in wenigen Sekunden beginnen würde. Doch Student Nummer eins war schon einen Schritt weiter als Nummer zwei. Auf der Internetplattform Youtube gebe es lehrreiche Videos, erzählte er. Zum Beispiel ein Filmchen, in dem jemand in zehn Minuten leicht verständlich genau das erkläre, was der Professor in 45 Minuten komplizierter mache, als es ist. Er habe sich auf der Plattform mal umgesehen, sagte Student Nummer eins. Es gebe kein Thema, das nicht erklärt werde. Student Nummer zwei hatte es sofort verstanden: „Youtube wird uns den Arsch retten.

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