Tischtennisspieler hängen quasi in der Luft

Tischtennisspieler hängen quasi in der Luft

Bildstock. Seit die Sommerferien zu Ende sind, hängt Josef Brust mehrere Stunden in der Woche am Telefon und organisiert Trainings- und Spielzeiten für seine Mannschaften. Brust ist Chef der Tischtennisabteilung der DJK Bildstock. Der Grund für diesen Aktionismus: Der Abteilung ist ihre Spielstätte abhanden gekommen

Bildstock. Seit die Sommerferien zu Ende sind, hängt Josef Brust mehrere Stunden in der Woche am Telefon und organisiert Trainings- und Spielzeiten für seine Mannschaften. Brust ist Chef der Tischtennisabteilung der DJK Bildstock. Der Grund für diesen Aktionismus: Der Abteilung ist ihre Spielstätte abhanden gekommen. Training und Meisterschaftsspiele der Tischtennisspieler finden normalerweise in der Turnhalle der Bildstocker Hofschule statt. Schule und Halle gehören dem Regionalverband Saarbrücken. Der hat die Halle gesperrt. Nach dem Unwetter vom 3. Juli stand Wasser in der Halle. "Mehrere Zentimeter hoch", weiß Josef Brust. Er sagt: "Gott sei Dank haben unsere Tischtennisplatten Räder. Sonst wären sie alle kaputtgegangen." Das Wasser weichte den Hallenboden auf. Er wellte sich. "Wir mussten die Halle wegen der Unfallgefahr sperren", erklärt Regionalverbands-Pressesprecher Stefan Kiefer auf Nachfrage. Das kann Josef Brust auch nachvollziehen. Nicht aber, dass immer noch nichts passiert ist. Und vor allem ist der Chef der Tischtennisabteilung sauer, dass zurzeit keiner wisse, wie es mit der Halle weitergeht. Nach Angaben von Stefan Kiefer klärt der Regionalverband momentan die Frage, ob es sich um einen Versicherungsfall handelt. "Wir mussten für die Versicherung Gutachten erstellen lassen", sagt der Pressesprecher. Deshalb habe sich die ganze Angelegenheit auch verzögert. Die Reparaturkosten beziffert er auf 60 000 bis 80 000 Euro. Sollte die Versicherung den Schaden nicht oder nur teilweise übernehmen, müsse die Regionalversammlung über die Reparatur entscheiden. Stefan Kiefer meint: Das Geld dafür könne dann in einem Nachtragshaushalt bereitgestellt werden. Doch zuerst müssten die Verhandlungen mit der Versicherung abgewartet werden. "Für uns ist diese Situation völlig unbefriedigend", erklärt Josef Brust. Ein Ausweichquartier haben die Tischtennisspieler bisher nicht gefunden. Die Abteilung hat vier Herrenmannschaften sowie jeweils zwei Jugend- und zwei Seniorenteams. Alle Hallen in der Stadt sind belegt. Oder sie werden saniert, wie die Turnhallen der Bismarckschule und der Edith-Stein-Schule. Zurzeit trainieren und spielen die Freunde des kleinen weißen Zelluloidballs überwiegend in der Pausenhalle der Hoferkopfschule sowie ab und zu in der dortigen Turnhalle. "In der Pausenhalle haben wir vor 35 Jahren auch angefangen", sagt Brust. Allerdings seien der Steinboden und die Lichtverhältnisse alles andere als ideal: "Der Boden ist nicht gut für die Gelenke." Gegnerische Mannschaften hätten sich schon beschwert. Die Abteilung hat noch ein Problem. "Wir wissen nicht genau, wo wir unser Turnier für Hobby-Mannschaften austragen sollen", sagt Brust. In diesem Jahr ist die 30. Auflage des beliebten Turniers. Immerhin decke man aus dem Erlös einen Großteil des Etats. Vorerst plant die Abteilung mit der Pausenhalle der Hoferkopfschule als Austragungsort. Da werde es zwar eng mit den Platten, aber es sei machbar, sagt Brust. Termin ist Samstag und Sonntag, 14. und 15. November. Der Tischtennis-Abteilungsleiter: "Wir haben wenig Hoffnung, dass es mit der Halle der Hofschule bis dorthin klappt." Dass die Halle nicht zur Verfügung steht, bereitet auch den Volleyballern vom Turnverein Bildstock Probleme und natürlich auch der Schule. An einen ordentlichen Sportunterricht ist derzeit nicht zu denken.