Wassersafari auf der Blies

Oberwürzbach/Herbitzheim. Munter plätscherndes Flusswasser, gleißendes Sonnenlicht und dazu fröhliches Stimmengewirr - der Kirchenchor Oberwürzbach hatte für seine Jungsänger in diesem Sommer ein besonderes Abenteuer ausgesucht. Am Bliesufer in Herbitzheim erwarteten die beiden "Blies-Ranger" von Saarpfalz-Touristik die Teilnehmer der Floßtour

Oberwürzbach/Herbitzheim. Munter plätscherndes Flusswasser, gleißendes Sonnenlicht und dazu fröhliches Stimmengewirr - der Kirchenchor Oberwürzbach hatte für seine Jungsänger in diesem Sommer ein besonderes Abenteuer ausgesucht. Am Bliesufer in Herbitzheim erwarteten die beiden "Blies-Ranger" von Saarpfalz-Touristik die Teilnehmer der Floßtour. Zwölf Jungsänger standen in Begleitung von zwölf aktiven Chormitgliedern bereit zur Abfahrt mit zwei Gummi-Ponton-Katamaranen. Der Riesenspaß begann bereits mit dem Anlegen der Schwimmwesten und der originellen Einweisung der Tourbegleiter in die Grundtechniken des Floßfahrens. Nachdem die bunte Besatzung sich rittlings auf den Pontons platziert hatte, ging die Fahrt bliesaufwärts in Richtung Breitfurt. Vorbei an Baumskeletten, die beim letzten Sturm ins Wasser gestürzt waren, und vorbei an den idyllischen Bliesörtchen mit ihren Auwiesen, Feldern und Weiden. Paddeln in eine Richtung erwies sich als beste Lösung fürs Vorwärtskommen, nachdem die beiden Teams verschiedene Kurven- und Geradeaus-Techniken ausprobiert hatten. Die beiden Ranger informierten ihre Passagiere über alles Wissenswerte und Spannende, was das Ökosystem Blies von der Wasserseite her offenbarte. Manch exotisches Kleinod wäre ohne den Hinweis der beiden Ökofachleute in Verborgenen geblieben - die Stelzwurzeln der Uferweiden, fischende Graureiher oder sogar die Nagespuren der Biber, die wieder an der Blies heimisch geworden sind.Lautlos auf dem Rückweg Nach dieser Sensibilisierung wimmelte die Wasseroberfläche auf einmal nur so von bunt schillernden Libellen und Wasserinsekten, und an den Uferböschungen entdeckten die jungen Paddler alte Mühlen und Wehre. Besonderes bedauerte man, dass sich viele Plastikbehälter, Tüten und sogar Fußbälle nach dem letzten Blieshochwasser an den ins Wasser gestürzten Bäumen stauten. Nach der Hälfte der Paddelstrecke legten die Bootsteams eine Landpause ein. So lautstark und aufgeregt man gestartet war, so leise und gespannt schipperte man wieder zurück. Die beiden Blies-Ranger hatten Wetten abgeschlossen, welches der Boote sich am leisesten über die Wasseroberfläche zurückbewegen konnte. Und erstaunlicherweise folgten die Jungsänger zwar mit großer Anstrengung der "Schleichwerbung", doch waren sie umso erstaunter, was man alles sieht und hört, wenn man sich nur auf die Geräusche der Natur und das Plätschern der Paddel konzentriert. Nach vier Stunden ereignisreicher und interessanter Floßtour erreichten die Kirchenchorpiraten aus Oberwürzbach wieder das Herbitzheimer Ufer. red