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Lydia Schaar will das Dorf lebendig halten

Lydia Schaar will das Dorf lebendig halten

Oberwürzbach. Mit Lydia Schaar (Foto: SZ) hat Oberwürzbach als einziger St. Ingberter Stadtteil eine Frau im Amt des Ortsvorstehers. Zweite Besonderheit: Die 52-Jährige ist in Losheim geboren. Sie lebt seit 23 Jahren im Stadtteil. Erst oder schon 23 Jahre, könnte man dazusetzen

Oberwürzbach. Mit Lydia Schaar (Foto: SZ) hat Oberwürzbach als einziger St. Ingberter Stadtteil eine Frau im Amt des Ortsvorstehers. Zweite Besonderheit: Die 52-Jährige ist in Losheim geboren. Sie lebt seit 23 Jahren im Stadtteil. Erst oder schon 23 Jahre, könnte man dazusetzen. Im Kommunalwahlkampf hat die Christdemokratin von alteingesessenen Bürgern ab und an dazu eine spaßige Bemerkung mitbekommen. Wie dem auch sei, die meisten Stimmen hat die CDU bei der Kommunalwahl auf jeden Fall eingefahren. Im Ortsrat hat sie sechs, die SPD fünf Sitze. "Ich fühle mich hier heimisch, Oberwürzbach ist mein Lebensmittelpunkt. Hier sind meine Kinder groß geworden", sagt Schaar. Sie hat zwei erwachsene Töchter, 22 und 19 Jahre alt. Beruflich ist sie seit 1981 in der CDU-Landtagsfraktion eingebunden. Das macht den Tag kurz, weshalb sie betont: "Auch mein Stellvertreter Bernhard Blaumeiser kann bei offiziellen Anlässen vor Ort sein."Wichtige Themen gibt es für die noch junge Legislaturperiode genug. Ein großes Projekt ist der Wiederaufbau der Kindertagesstätte, die im März nach einer Brandstiftung zerstört worden war. Schaar: "Laut Verwaltung werden die Arbeiten bis Sommer kommenden Jahres andauern." Büro und Sanitäreinrichtungen sollen dabei etwas verändert werden, der Kindergarten bauliche Voraussetzungen für fünf bis zehn Krippenplätze bieten. Neben Kita und Krippe hat für die Ortsvorsteherin das Projekt "Generationentreff" - schon seit Jahren im Gespräch - hohe Priorität. Beides ist unter dem Schlagwort "demographische Entwicklung" von Bedeutung. Wenn Oberwürzbach ein lebendiges Dorf bleiben will, müssen heute die Weichen gestellt werden. Schaar ist optimistisch: "Im Moment ist die Infrastruktur noch sehr gut. Wir erleben einen Trend, vom Land in die Stadt zu ziehen. Ich habe die Hoffnung, dass uns die Stadtnähe hilft." In dieser Sache ist ihrer Meinung nach nicht nur die öffentliche Hand, sondern jeder einzelne Bürger gefragt. Schaar: "Es gibt in Oberwürzbach über 100 Baulücken. Die Leute sitzen drauf." Das müsse sich ändern. Wolle sich der Stadtteil positiv entwickeln, müssten Bauplätze auch vermarktet werden. Weiter will sie mit den Jugendlichen das Gespräch suchen. Der Jugendtreff ist zu, in jüngster Vergangenheit gab es keine Perspektive. Das soll sich ändern. Einem anderen Projekt, das ebenfalls lange in der Diskussion steht, will sie sich jetzt ebenfalls mit Elan nähern: Dem geplanten Radweg an der L 235. Im Ortsrat will die Ortsvorsteherin für ein gutes Miteinander werben: "Ich werde mich bemühen, dass eine gute Zusammenarbeit möglich ist." Sacharbeit müsse im Vordergrund stehen. Den Bürgern steht Lydia Schaar donnerstags von 17 bis 19 Uhr im Bürgermeisteramt zur Verfügung oder nach Vereinbarung. mbe