Chöre aus Hassel und Herbitzheim singen mit Spaß Letzter Schliff für die Lieblingsstücke

Hassel · Am 28. April laden die gemischten Chöre aus Hassel und Herbitzheim zu einem gemeinsamen Konzert in die Alte Schulturnhalle Hassel ein. Vier Monate üben die Sängerinnen und Sänger schon dafür. Bei einer Probe war die SZ vor Ort.

 Auch die Lieblingsstücke des Hasseler Chores müssen geübt werden. Hier werden Stimmen und Körper vor einer Probe gerade „aufgewärmt“ (links: Chorleiter Erwin Lück).

Auch die Lieblingsstücke des Hasseler Chores müssen geübt werden. Hier werden Stimmen und Körper vor einer Probe gerade „aufgewärmt“ (links: Chorleiter Erwin Lück).

Foto: Cornelia Jung

Am Tag ihres Auftritts am Sonntag, 28. April, um 17 Uhr werden die Sängerinnen und Sänger des Gesangverein Hassel 1881 vier Monate Proben hinter sich haben, deren Ziel es ist, ihre Lieblingsstücke vor Publikum zu präsentieren. Wir besuchen kurz vor dem großen Tag eine Probe in der Alten Schulturnhalle in Hassel, dem Ort, wo die Hasseler gemeinsam mit dem Gesangverein Herbitzheim auch auftreten.

An jenem Dienstag spielt sich das Gesangliche noch unterhalb der Bühne ab. Um Erwin Lück, der seit 22 Jahren beide Chöre leitet, sitzen und stehen die Hasseler Chormitglieder im Halbkreis, lockern vor dem Singen mit gezielten Übungen die Lippen, bringen ihre Stimmbänder zum Schwingen, üben richtiges Artikulieren und treiben ihre Stimmen in die Höhe oder Tiefe. Schon beim „Aufwärmen“ sind die Sänger auf ihren Leiter fokussiert, sind konzentriert und proben mit großer Ernsthaftigkeit. Aber auch der Spaß kommt nicht zu kurz.

Hoher Probenbesuch zahlt sich aus

Deshalb verwundert der Titel des Konzerts „So macht Singen Spaß“ nicht. Zur Aufführung kommen „Leib- und Magenstücke“ der beiden Chöre, wie Erwin Lück erzählt. Es sind Lieder, die in den letzten 20 Jahre die Gunst der Sänger gewonnen haben, und bei denen die meisten gar nicht mehr ins Notenblatt schauen müssen. Text- und Melodiesicherheit kommen nicht von ungefähr, denn die Probenbeteiligung liegt regelmäßig bei 90 Prozent und mehr. Ansporn dafür sind natürlich auch die Konzerte. Besucher des Konzerts am Sonntag können sich auf kirchliche und weltliche Literatur freuen, die jeder der beiden Chöre zu Gehör bringt, bevor sich im abschließenden Gesangsblock die Herbitzheimer und Hasseler Stimmen vereinen.

Besucher können mit Überraschungen rechnen

Beim Konzert wird es die ein oder andere Überraschung geben, denn es bleibt nicht nur beim Gesang. Auch das wird in der Probe geübt, soll aber noch nicht verraten werden. Kein Geheimnis ist es, dass Erwin Lück die über 50 Sängerinnen und Sänger am Klavier begeitet und sein Cousin, Ronald Lück, ebenfalls einen wichtigen Part einnimmt. Denn der ehemalige Schlagwerker der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken/ Kaiserslautern begleitet Erwin Lück bei mehreren Stücken.

Etliche Ohrwürmer stehen auf dem Programm

Gespielt wird die Cajon, eine sogenannte Kistentrommel aus Holz. Ursprünglich stammt das Perkussionsinstrument aus Peru und Kuba. Es wird also neben dem Gesang der zwei Chöre für die Zuhörer einiges „auf die Ohren“ geben. Neben Stücken von Mozart, Händel, Saint-Saëns, Udo Jürgens, Nils Kjellström haben es noch viele andere Ohrwürmer ins Programm geschafft. Bei freiem Eintritt wollen die Sängerinnen und Sänger aber auch Werbung für den alterslosen Chorgesang machen - bei den Hasselern ist die jüngste Sängerin 45, die älteste 86.

Erwin Lück sucht Balance und Spaß

Das Repertoire schlägt Erwin Lück vor. Wobei er seine Chöre weder über- noch unterfordern will. Man hat Spaß miteinander, arbeitet an einem Ziel, dem schönen Klang. Aber auch nach den Proben sitzt man noch gern zusammen, unterhält sich oder bestellt eine Familienpizza. Übrigens ist Erwin Lücks Lieblingsstück das Lied „Ihr von morgen“, das es auch auf die Bestellerliste der Chöre geschafft hat. Seinen Geschmack teilen viele Chormitglieder: „Bei dem Stück gehen die off wie die Dampfnudele.“.

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