Chicken Nuggets und Geschwister

Bei uns in der Sportredaktion haben wir jeden Tag mit vielen Texten zu tun. Da bleibt manchmal ein Schmunzeln wie über eine ungeschickte Formulierung oder eine Stilblüte nicht aus. An diesem Montag wurde aus dem Schmunzeln sogar ein lautes Lachen, denn der Kollege Christian Thonet schrieb einen Texteinstieg zum Niederknien. Den kann ich auch den Lesern in Homburg, St. Ingbert und Neunkirchen nicht vorenthalten. Thonet betreut als freier Mitarbeiter für die SZ die Fußballerinnen des 1. FC Saarbrücken in der 2. Bundesliga Süd. Da gehört auch das Betrachten von richtig langweiligen oder unschönen Spielen zum Job. So war es wohl auch am vergangenen Sonntag im Heimspiel gegen Schlusslicht SV Weinberg. Und unser Mitarbeiter schrieb: "Es gibt Dinge, die man mag. Aber man möchte lieber nicht sehen, wie diese entstehen. Dazu gehören Chicken Nuggets, Geschwister und das 2:0 der Fußballerinnen des 1. FC Saarbrücken gegen Weinberg." Göttlich. Für die Ewigkeit. Zumal wir Redakteure gute Vergleich sowieso mögen.

Ich selbst habe keine Geschwister , kann da also nicht mitreden. Dafür sah ich einmal ein wirklich schreckliches Video. Es zeigte, wie Chicken Nuggets entstehen und in der Rohfassung aussehen. Wobei sie eigentlich ganz gut schmecken. Zumindest mit Soße zum Tunken.

Also: Wenn Sie sich das nächste Mal über ein unattraktives Spiel ihres Teams ärgern, das aber immerhin einen oder drei Punkte zum Ergebnis hat, dann regen Sie sich nicht auf. Denken Sie einfach an Chicken Nuggets oder den Zeugungsprozess ihrer Geschwister . Oder an Soße.