Mehr Rücksicht auf Radfahrer muss selbstverständlich sein Gewohnheiten lassen sich durchaus aufbrechen

Um Radfahren zur echten und sicheren Alternative für alle zu machen, bleibt noch einiges zu tun.

Kommentarkopf, Foto: Robby Lorenz

Kommentarkopf, Foto: Robby Lorenz

Foto: Robby Lorenz

Was bleibt nach einer Woche mit dem Ziel, den Schulweg möglichst klimafreundlich zurückzulegen? Und das bedeutet in unserem Fall, täglich mindestens 30 bis 40 Minuten mit dem Rad zu fahren. Da ist zum einen die Erkenntnis, dass es keine echten Berge braucht, um es anstrengend zu machen, leichte lange, aber stetige Anstiege sind auch schon eine Herausforderung für die Beine und lassen den Wunsch nach einem E-Bike dringender werden. Und: Kälte und Regen sind zwar nicht so optimal, aber es gibt Regenkleidung und vor allem Schlimmeres. Es bleiben nämlich auch einige Situation hängen, die so keiner erleben möchte und schon gar nicht nochmal: Autos, die auf Radwegen parken und einen auf die Fahrbahn zwingen, Radstreifen, die in viel befahrene Straßen münden, Fahrzeuge, die es so eilig haben, dass sie extrem eng vorbeizischen, was den Puls nochmals deutlich hochschnellen lässt. An diesen und ähnlichen Problemen kommt auch im Dreieck Homburg, Bexbach, Kirkel keine Kommune vorbei.

Deswegen ist es gut, dass das Radfahren nun nach dem Winter wieder präsenter wird. In Kirkel, wo es mit der Radkonferenz viele Informationen zur Umsetzung von mehr Fahrradfreundlichkeit gab. Übrigens auch zum Mobilitätsnetzwerk Saar und dem klaren Ziel der Landesregierung, mehr Mobilität mit weniger Autoverkehr zu ermöglichen, dies soll durch gezielte Projekte vor Ort umgesetzt werden.

In Homburg wird nun offiziell die erste Fahrradzone in der Birkensiedlung eingeweiht – eine recht schwere Geburt. Deren Einführung mag letztlich nicht so viel ändern, aber es ist eben auch ein Signal an alle Auto- und Lastwagenfahrer, denen das noch nicht präsent ist, dass sie Radler als Verkehrsteilnehmer als mindestens gleichberechtigt ansehen müssen. Gewohnheiten lassen sich durchaus aufbrechen, wenn man das möchte. Es könnten ja die eigenen (Enkel-)kinder sein, die da radelnd unterwegs sind.

Und im Fall Mobilitätswende ist Abschauen bei anderen übrigens durchaus erlaubt: Es gibt in Deutschland und auch Europa viele gute Beispiele, wie man es hinbekommen kann, wenn man es möchte.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort