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Kultur im Museum geht in Homburg mit dem Chronatic Quartet weiter

Reihe „Kultur im Museum“ in Homburg : Klassik trifft Pop im Römermuseum

Das Chronatic Quartet bestreitet die nächste Runde bei der Sommerreihe „Kultur im Museum“. Freuen kann man sich auf ein besonderes musikalisches Crossover-Erlebnis.

 Erst sorgte das witzige Ensemble Unverhofft für Stimmung zwischen römischen Steinen, dann begeisterte Sängerin Jennifer Waack im Innenhof der Gustavsburg in Jägersburg mit gefühlvollen Balladen. Nun steht bereits der dritte Streich bei der Sommerreihe „Kultur im Museum“ an. Diesmal kommt am Donnerstag, 6. August, um 20 Uhr das Chronatic Quartet ans Römermuseum in Schwarzenacker und spielt dort unter freiem Himmel nach seinem ganz eigenen Motto „Classic Rocks Pop“. Das ist durchaus wörtlich zu nehmen.

Ob Jung oder Alt, Operngänger oder Rocker, Hoch- oder Popkultur: Das „Chronatic Quartet“ verspricht, überall dort Brücken zu bauen, wo üblicherweise Barrieren den Weg versperren. Es vereint Musikstile, die oft nur getrennt stattfinden, und fügt fantasievolle Eigenkompositionen hinzu. Da kann es also durchaus sein, dass musikalisch Robbie Williams zu Antonio Vivaldi auf die Bühne steigt, Johannes Brahms mal Freddie Mercury begleitet, Wolfgang Amadeus Mozart mit Supertramp auf Tour geht und Jon Bon Jovi mit Johann Sebastian Bach rockt. Möglich machen das Benedikt ter Braak am Klavier, Jan Friedrich am Schlagzeug, Tobias Paulus mit seiner Violine und Marco T Alleata am Bass.

 Die vier Musiker geben bereits seit über zehn Jahren Konzerte im In- und Ausland. Virtuose musikalische Darbietungen, spannende Geschichten, Comedy-Einlagen, Blicke hinter die Kulissen: Ein Abend mit dem „Chronatic Quartet“ sei ein vertonter Dialog der Generationen, eine Reise durch die vierte Dimension und die Epochen der Musikgeschichte, versprechen die Organisatoren. Also hinsetzen und anschnallen, wenn es am 6. August im Römermuseum heißt „Classic Rocks Pop“. Veranstalter ist die Homburger Kulturgesellschaft.

Der musikalische Sommer unter freiem Himmel geht im August noch ein bisschen weiter: Es stehen zwei weitere Termine bei Kultur im Museum an. Am 20. August ist das Chanson-Ensemble „Die Schoenen“ an der Gustavsburg zu hören. Seinen Namen verdankt es dabei Frontfrau Anne Schoenen, die seit ihrer Studienzeit regelmäßig auf der Bühne steht, sich seit Ende der 90er Jahre gesanglich vor allem dem französischen Chanson widmet. Ihre Begleitband besteht aus vier Musikern: Vincenzo Carduccio, ein Virtuose am Akkordeon, und sein französischer Landsmann Alex(andre) Huber am Schlagzeug verbreiten frankophiles Flair. Bassist Jörg Jenner, in klassischer Musik ebenso verwurzelt wie im Jazz und Pop, wechselt hin und her zwischen E- und Kontrabass je nachdem, was die Musik erfordert und bildet damit ein sicheres musikalisches Fundament. Endi Caspar, der Hauptarrangeur der Band, sorgt mit der Gitarre für einen modernen Sound und ausgefeilte Soli.

Am 27. August geht es schließlich mit dem Absinto Orkestra zum Abschluss an die Klosterruine Wörschweiler. Die Gruppe waren schon einmal bei der Sommermusik zu Gast, brachten da schon ihren Balkan-Beat mit – ganz in der Tradition von Emir Kustoricas Film „Schwarze Katze, Weißer Kater“. Und auch diesmal sollen die Klänge wieder tanzen. Inspiriert von den mitreißenden Rhythmen osteuropäischer Hochzeitskapellen erzählen die Musiker – die Band besteht im Kern aus Jolly Reinig (Violine), Stefan Ölke (Gitarre, Gesang, Mandoline), Jo Schappert (Gitarre, Gesang), Francois Heun (Saxophon) sowie Pavel Klimashevski (Kontrabass) – ihre ganz eigenen Geschichten. Von der Liebe des Geigers zur Klassik, von der Django-Reinhardt-Passion des Gitarristen, von der Jazz-Leidenschaft des Saxofonisten, von der russischen Heimat des Mannes am Kontrabass und von den bessarabischen Wurzeln des singenden Mandolinenspielers.

Und sie versprechen: Bei der Live-Performance der Absintos werden auch Hymnen auf das Leben zelebriert, die vieles einbeziehen, was diese kurze Spanne ausmacht: Liebe und Vergänglichkeit, Witz und Sehnsucht, Melancholie und Rausch.

Foto: Markus Jungen
Foto: Dario Ölke/Pavel Klimashevsky
Das Absinto Orkestra will die Klosterruine sozusagen zum Schauplatz eines Emir-Kustoricas-Films machen. Foto: Picasa
Mit ihren Chansons sind die Schoenen im August bei Kultur im Museum dabei. Zu hören sind sie an der Gustavsburg. Foto: Markus Jungen

Karten gibt es für regulär 10 Euro in der Tourist-Info, Talstraße 57a am Kreisel, online unter www.ticket-regional.de oder an allen Ticket-Regional-Vorverkaufs-Stellen.