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Offenbar ein Ende bei Brandserie in Wemmetsweiller in Sicht

Ermittlungserfolg bei der Polizei Neunkirchen : Brandstifter von Wemmetsweiler offenbar gefasst

Der Polizei Neunkirchen ist nun ein Jugendlicher ins Netz gegangen, der nachweislich mit dem jüngsten Brand im Merchweiler Ortsteil in Verbindung steht. Die Gemeindeverwaltung zeigt sich erleichtert.

Seit über einem Jahr brennen im Merchweiler Ortsteil Wemmetsweiler Container und Mülltonnen. In den jüngsten Wochen mussten die ehrenamtlichen Wehrleute des Löschbezirkes Wemmetsweiler beinahe tägliche ausrücken. Erst Anfang des Monats brannten in der Rathausstraße in Höhe des Bahnhofs ein Kleidercontainer und ein Pkw (wir berichteten). Nachdem vor einer Woche nochmals ein Container brannte, scheint nun jedoch schlagartig Ruhe in den Ortsteil eingekehrt zu sein. Ist der Feuerteufel etwa gefasst worden?

Die Polizei Neunkirchen bestätigte jetzt auf Anfrage entsprechende Informationen unserer Zeitung, wonach ein Jugendlicher für die Brandserie verantwortlich sein könnte. Wie eine Polizei-Sprecherin erklärte, habe man den jüngsten Brand nachweislich mit diesem in Verbindung bringen können. Zudem sei nicht auszuschließen, dass der Jugendliche auch mit den vorherigen Bränden im Sommer in Verbindung stehe, erklärte die Sprecherin. Dies sei jedoch noch Gegenstand aktueller Ermittlungen.

Mindestens 28 Brände hatte es seit dem Sommer 2019 in Wemmetsweiler gegeben. Ein Großteil davon ereignete sich in diesem Jahr. Da der Gemeindeteil auch schon seit längerem zusätzlich mit Vermüllung und Einbrüchen zu kämpfen hat, gab es zuletzt auch Überlegungen in der Merchweiler Gemeindeverwaltung, einen privaten Sicherheitsdienst wegen der Situation in Wemmetsweiler zu engagieren. Dies sei weiterhin auch noch aktuell, wie Stefan Kaiser, Leiter des Merchweiler Ordnungsamtes erklärte. Bezüglich des Ermittlungserfolges in Sachen Brandserie zeigte sich Kaiser, der zeitgleich für den Brandschutz in der Gemeinde verantwortlich ist, sichtbar erleichtert: „Wir sind alle froh, dass es seitdem aufgehört hat.“