Wagner will Klarheit über die weitere Verwendung der Schule in Besch

Grundschule Besch : Wagner fordert Konzept für Schule Besch

Der CDU-Landtagsabgeordnete und bildungspolitische Sprecher will klare Aussagen über die Zukunft des Gebäudes.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Frank Wagner fordert von den Mehrheitsfraktionen im Perler Gemeinderat klare Aussagen zur weiteren Verwendung des Schulgebäudes in Besch, das seit Juli 2016 nicht mehr genutzt wird. Der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion sagt, dass er es nicht nachvollziehen könne, dass es nach der von SPD und Grünen durchgesetzten Rücknahme der Klage und der Aufhebung des Grundsatzbeschlusses im August des vergangenen Jahres „immer noch keine Aussage seitens der Mehrheitsfraktionen zur Zukunft des Schulgebäudes gibt“. Mit der Rücknahme der Klage wurde nach seiner Ansicht eine Option aus der Hand gegeben, die jetzt hilfreich sein könnte. Dies sehe auch mittlerweile die Landtagsabgeordnete Dagmar Ensch-Engel so (SZ vom 8. Februar).

Der Perler Bürgermeister Ralf Uhlenbruch hat nach Ansicht des Landtagsabgeordneten aus Merzig seine Hausaufgaben gemacht und die von der neuen Ratsmehrheit durchgesetzten Beschlüsse umgesetzt. „Andererseits entsteht der Eindruck, dass insbesondere die SPD weiter auf Zeit spielt und um den heißen Brei redet, sodass die Eltern weiter im Unklaren gelassen werden“, sagt er.

Wagner begrüßt, dass in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats endlich ein Drei-Stufen-Plan zur Aufstellung des Schulentwicklungsplans beschlossen wurde. Besonders wichtig ist laut Wagner der Umstand, dass ein kompetentes Beratungsunternehmen an der Erstellung des Schulentwicklungsplans beteiligt wird. „Damit sollte hinreichend Objektivität gewährleistet sein, woran es in jüngster Zeit, insbesondere bei der SPD, gemangelt hat“, sagt er.

Mit dem nun vom Rat beschlossenen Drei-Stufen-Plan wurde laut Wagner der Forderung der Perler CDU nach einer sachorientierten und ergebnisoffenen Diskussion aller Beteiligten auf Augenhöhe unter der Federführung eines in der Erstellung von Schulentwicklungsplänen erfahrenen Beratungsunternehmens Rechnung getragen. Die CDU-Initiative sei von Teilen der Grünen unterstützt worden.

Der Zeitplan für die Erstellung des Schulentwicklungsplans, der bis zum Sommer abgeschlossen werden soll, nennt er ambitioniert. Zudem hatte die Mehrheit im Rat beschlossen, dass – bis es soweit ist – das Schulgebäude mit Zustimmung des Bildungsministeriums von Vereinen genutzt werden kann. Zuvor müssen allerdings noch dringend notwendige Reparaturen durchgeführt und der Brandschutz sichergestellt werden. „Je eher man weiß, ob das Schulgebäude nochmals für schulische Aktivitäten oder lediglich von Vereinen für deren Veranstaltungen genutzt wird, desto besser kann vernünftig und kostenbewusst geplant werden“, sagt Wagner.

Die Grundschule in Besch wird seit 2016 nicht mehr als solche genutzt. Foto: rup

Wagner nennt es wichtig, dass transparent agiert wird und vor allem die Eltern und auch die Lehrkräfte informiert und angehört werden. „Dem Perler Bürgermeister ist dies ein wichtiges Anliegen. Er drängt darauf, dass es eine Informationsveranstaltung für die gesamte Schulgemeinschaft geben muss und dabei auch die unterschiedlichen Betreuungsformen im Detail vorgestellt werden.“ Gerade die Schüler verdienten es, dass eine transparente und fachlich fundierte Analyse der Schulstandorte vorgenommen werde. Neben einer Berechnung der Wirtschaftlichkeit müsse auch eine zukunftsfähige Schulentwicklungsplanung unter Einbeziehung der Eltern und der Lehrkräfte konzipiert werden.„Die SPD sollte hier zumindest nicht weiter rumeiern und ihre genaue Zielsetzung bezüglich der Nutzung des Schulgebäudes in Besch öffentlich beim Namen nennen“, fordert Wagner.