100 Jahre SV Besch Neujahrsempfang zum Jubiläum

Neujahrsempfang : Höhen, Tiefen und jede Menge Ehrungen

Der Sportverein Schwarz-weiß Besch feiert dieses Jahr 100. Geburtstag. Beim Neujahrsempfang gab es zunächst einmal einen Rückblick.

Mit einem Neujahrsempfang hat der Sportverein Schwarz-Weiß Besch seine Festivitäten zum 100-jährigen Vereinsbestehen eingeläutet. Vorsitzender Karl-Heinz Bücher konnte hierzu zahlreiche Vereinsmitglieder im Clubheim am Sportplatz begrüßen. Neben einem Rückblick, einer informativen Bilder-Ausstellung auf 100 Jahre Vereinsfußball an der Obermosel sowie der Präsentation eines Jubiläumstrikots stand die Ehrung besonderer Vereinsmitglieder im Mittelpunkt des Nachmittags. „Wir können uns glücklich schätzen, über 100 Jahre unseren Verein mit viel Leben ausgefüllt zu haben. Hierzu haben alle in irgendeiner Weise ihren Beitrag geleistet“, sagte der Vereinschef zur Begrüßung.

Höhen und Tiefen listete Bücher, der in der Riege der Vorsitzenden den neunten Platz einnimmt, auf. In diesem Ehrenamt ist viel Kontinuität gewesen, auch heute noch, denn Bücher nimmt bereits seit 15 Jahren das oberste Vereinsamt wahr. Zu den Höhen zählte der Vorsitzende die lange Zeit des Vereinsbestehens, denn nicht unbedingt alle im Jahr 1920 gegründeten Fußballvereine können diesen Geburtstag feiern. So galt denn sein Dank den Pionieren und Idealisten, die den Verein in schwierigen wirtschaftlich schlechten Zeiten aus der Taufe gehoben hatten, denn mit Fußballspielen sollte doch etwas Abwechslung in den tristen Alltagstrott kommen. Aber auch die weiteren Vorstände und Mitglieder, die den Verein durch die Klippen des Zweiten Weltkrieges und die Nachkriegszeit führten, verdienten Lob, Anerkennung und Respekt. Ein weiterer Höhepunkt war die 1986 mit dem FC Perl eingegangene Fußballspielgemeinschaft, mit der von der A-Klasse Hochwald bis in die höchste Amateurklasse im Bereich des Saarländischen Fußballverbandes (SFV) aufgestiegen wurde.

Von derzeit drei Mannschaften, die das Trikot der Spielgemeinschaft tragen, spielt die erste immer noch in der zweithöchsten Verbandsliga. Eine gute und intensive Jugendarbeit ist ein weiteres Pfund, mit dem man wuchern darf. Zu den Tiefen zählte Bücher die Tatsache, dass der SV Besch bei den ersten Mannschaften keine einzige Meisterschaft feiern konnte, einige beim Zweiten Hieb sowie bei den Jugendmannschaften.

Eine besondere Ehrung wurde den Schiedsrichtern Werner Jacoby (links) und Markus Vogel (rechts) für ihre langjährigen Dienste durch den Vereinsvorsitzenden Karl-Heinz Bücher zuteil. Foto: eb

Einen breiten Raum nahm die Ehrung von Vereinsmitgliedern für besondere und herausragende Leistungen für den Verein ein. So durfte der Vorsitzende die Mitglieder der neben dem Fußball angebotenen Sparte Drachenbootrennen für ihren Titel Deutscher Meister Breitensport 2018 mit der Vereinsehrenurkunde in Bronze auszeichnen. „Hier ist noch Luft nach oben“, deutete Bücher bei weiteren Erfolgen auch weiter Ehrungen an. Eine weitere Ehrung erfuhren die Schiedsrichter Werner Jacoby und Markus Vogel. Jacoby ist bereits seit 45 Jahren als neutraler Spielleiter auf den Sportplätzen des Saarlandes unterwegs, derweil sein Kollege Vogel erst 25 Jahre auf dem Buckel hat. „Dieses Ehrenamt verdient besondere Anerkennung, denn es ist nicht leicht auszuüben, zumal diese Gilde allwöchentlich unter einer besonderen Beobachtung steht und auch oft angefeindet wird. Da gehört eine gute Portion Mut und ein dickes Fell dazu“, betonte Bücher, der ein weiteres Dankeschön für besondere Dienste über einem Quintett von „Kaffeetanten“ ausschüttete. Anne Niederweis, Verena Munhofen, Edith Jacoby, Regina und Rita Bücher sorgen bereits seit 25 Jahren ohne Entgelt dafür, dass im Clubheim bei Heimspielen der Kaffee gekocht, guter Kuchen im Angebot sowie für die Bedienung der Gäste gesorgt ist. Aber auch bei weiteren Veranstaltungen wie Drachenbootrennen und anderen Festlichkeiten (Karneval) des Vereins stehen die Damen ihren „Mann im Verein“. Neben Sekt und Gutscheinen gab es auch viele Küsschen vom Vereinschef für diese ehrenamtliche Vereinsarbeit, in der Hoffnung, noch recht lange auf das Frauenteam bauen zu können.