Karneval am Marterpfahl: So war die erste Sitzung des BCC in Nennig

Karneval am Marterpfahl : Bescher Narren feiern in ihrem Saloon im Exil

Nicht nur Cowboys stürmten die Bühne des BCC – auch allerlei Büttenredner und Tanztruppen begeisterten die Besucher.

Der Bescher Carneval-Club (BCC) muss mit den Hallenveranstaltungen dieser Session wieder ins Exil ins Nenniger Vereinshaus auswandern. Aber auch dort ließ es sich feiern. Unter dem Motto „Karneval am Marterpfahl“ wünschte BCC-Obersheriff Paul Schweitzer auch im Namen seiner zehnköpfigen weiblichen Hilfs-Sheriffs-Unterstützung den Gästen viel Spaß im Wilden Westen und stellte gleich zu Beginn klar: „Wer nicht mitmacht und sich nicht fügt, der kommt an den Marterpfahl!“

Mit dabei waren einige hoheitliche Gäste: Prinz Lukas I. und Prinzessin Saskia I. vom KV „Hol Iwwa“ Saarhölzbach sowie das Prinzenpaar des Fastnachts- und Unterhaltungsverein Menningen, Prinz Max I und ihre Lieblichkeit Prinzessin Anna I. Die diesjährige Kinderprinzessinnen Klara und Sofie haben als Sinzer die BCC-Bühne erklommen, hießen aber trotzdem alle Bescher Narren herzlich willkommen. Und dass der Saloon bebte, dafür sorgte dann gleich auch das Prinzenpaar mit ihrer Regierungserklärung.

Nachdem die Prinzengarde bei ihrem ersten Tanz die schlanken Beine durch die Luft wirbelte, nahmen vier Schüler die Narrenbühne in Beschlag, um aus der Schule zu plaudern. Der Auftritt der jüngsten im BCC, die Minigarde, mit ihrem Showtanz „Feen & Forscher“ war ein guter Einstieg in das Spektakel, das da folgen sollte. Einen Vorgeschmack auf das Bütten- und Sketchgequassel erlebten die Narren dann beim „Fernseh-Quiz“.

Die neunzehn Kinder-Gardisten, unter ihnen auch die diesjährige Kinderprinzessin Clara, stellten sich mit ihrem Gardetanz vor und die dreizehnköpfige Jugendgarde des BCC präsentierte ihren Showtanz „Dancing for Future“. Und auch die Juniorengarde konnte mit ihrem Medley-Gardetanz begeistern.

Was sich dann auch sofort wieder beim Studenten-Sketch der drei Nachwuchs-Büttenstars Benedikt, Max und Josue bewahrheitete; unglaublich, die Erlebnisse aus dem Leben dieser drei aus ihrer WG und ihrer Studien. Und plötzlich stand man unter der Dusche. Denn die „6 aus 11“ (sechs Damen aus dem Sheriffs-Elferrat) zeigten sehr eindrucksvoll und glaubhaft den Unterschied beim duschen zwischen Frauen und Männern. Ein sehr guter Übergang zum „Jääb vum Amt“, der unglaubliches aus dem Gemeinde-Schlafhaus zu berichten hatte.

Die Bescher Schlawaken trafen sich in der Praxis von Dr. Pillemann. Die Putzkolonne von Heidis Tote Hosen legte einen Putzfrauen-Showtanz auf die Bühnenbretter, ehe dann gesanglich die BCC-Singers feststellten, dass früher alles besser mit „Rucki zucki“ oder „Schatzi schenk mir ein Foto“ war.

Und dann gleich weitere tänzerische Höhepunkte: Die Ladykracher waren in Besch vergebens auf der Suche nach einem Probenraum: kein Jugendheim mehr da, Schule nicht mehr zur Verfügung, kein Bürgerhaus in Sicht. Dafür fanden sie aber viele Baustellen in Besch und dokumentierten dies mit ihrem Tanz.

Und wie immer ein Glanzpunkt: Das Sinzer Männerballett. In diesem Jahre waren die Cowboys von den Sinzer Höhen im Nenniger Saloon unterwegs. Ehe es dann nach fünfstündigem Programm endgültig zu Ende ging, griff die Bescher Luftwaffe Nennig an: die Prinzengarde heizte mit ihrem Showtanz „Army“ nochmals gehörig ein.

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