Tag der Berufsorientierung bei der CEB in Hilbringen

Berufsorientierung in Hilbringen : Aus erster Hand über mögliche Traumberufe informiert

Über 200 Schülerinnen und Schüler kamen zum 19. „Tag der Berufsorientierung“ bei der CEB, um aus erster Hand mehr über ihren Traumberuf zu erfahren.

Kann ich mich in meinem Jura-Studium auf Steuerrecht spezialisieren? Und kann ich in Saarbrücken ausländisches Recht studieren? Wissbegierig stellen die Schüler dem Referenten vor ihnen Fragen wie diese. „Deutsches Steuerrecht ist ein Schwerpunktbereich im Studium, aber Sie können in Saarbrücken nicht nur Steuerrecht studieren“, erklärt Dr. Matthias Heffinger. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht an der Universität des Saarlandes. „Allerdings können Sie sich im späteren Verlauf Ihres Studiums darauf spezialisieren. Wer ausländisches Recht studieren will, dem rate ich ins Ausland zu gehen“, sagt Heffinger.

Wie Heffinger geben über 20 Referentinnen und Referenten beim 19. „Tag der Berufsorientierung“ in der CEB-Akademie in Hilbringen Einblicke in ihre Berufe: Ob Bundeswehr, Informatik, Ingenieurswissenschaften oder Bankwesen. Über 200 Schüler aus den Zehnerklassen des Peter-Wust-Gymnasiums und des Gymnasiums am Stefansberg sowie die Zwölferklassen des Oberstufengymnasiums der Jean-François-Boch-Schule hatten an diesem Tag die Gelegenheit, Fachkräften aus zwölf Berufsfeldern jede Menge Fragen zu ihrem möglichen Wunschberuf zu stellen und zu erfahren, welche Voraussetzungen sie dafür erfüllen müssen.

Der „Tag der Berufsorientierung“ ist eine gemeinsame Veranstaltung des Rotary-Clubs Saarlouis-Untere Saar und der CEB. Sandra Lay von der CEB und Reinhard Biringer, Präsident des Rotary-Club Saarlouis-Untere Saar, begrüßen die Schüler und ermutigen sie dazu, Informationen aus erster Hand einzuholen: „Löchern Sie die Referenten mit Fragen, um sich ein Bild von Ihrem Wunschberuf zu machen“, sagt Biringer.

„Gibt es bei der Polizei noch eine Mindestgröße?“, erkundigt sich eine Schülerin bei Roland Altmeyer, Einstellungsberater des Landespolizeipräsidiums. „Aktuell gilt bei uns eine Mindestgröße von 1,62 Meter“, sagt Altmeyer. Allerdings sei nach der Klage einer abgewiesenen Bewerberin die Mindestgröße bei der Bundespolizei komplett abgeschafft worden. Gemeinsam mit Dr. Richard Müller informiert Dr. Dominik Monz über die Fächer, die Medizinstudierende lernen müssen. Sie empfiehlt, das Krankenpflegepraktikum, das zur ärztlichen Ausbildung gehört, erst nach dem Abitur zu machen, denn „vor dem Abitur wird es nicht anerkannt“. Den Nachweis über das Praktikum müssen Medizinstudierende dann bei der Anmeldung zur ersten ärztlichen Prüfung vorlegen. Neu dabei war das Deutsche Rote Kreuz mit einem Stand, an dem Sanitäter über das Freiwillige Soziale Jahr informierten.

Welche Zulassungen brauchen Erzieher? Welche Karrierewege gibt es in der Bundeswehr? Wie sieht der Einsatz im Ausland aus? Und ist eine Ausbildung in einem kaufmännischen Beruf sinnvoll, ehe man Betriebswissenschaften an der Universität studiert? Diese und viele andere Fragen beantworten die Fachkräfte.

Weitere Fragen können die wissbegierigen Schüler bei der anschließenden Wissensbörse stellen. Hier können sie sich noch einmal zu allen Berufsfeldern erkundigen und die Referenten in einem Vier-Augen-Gespräch zu etwaigen Unklarheiten befragen. Einen wertvollen Anstoß gibt Professor Gisbert Webel, Dozent an der HTW Saarbrücken für Ingenieurswissenschaften, an die Schüler weiter: „Die berufliche Welt steht Ihnen offen.“