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| 20:23 Uhr

Mechern versus Bärenklau

Das Mecherner Bärenklau-Kommando im Einsatz. Foto: Hedi Gross
Das Mecherner Bärenklau-Kommando im Einsatz. Foto: Hedi Gross FOTO: Hedi Gross
Mechern. Trotz Bekämpfung breitet sich der Riesenbärenklau in Mechern immer mehr aus. Daher haben die Mecherner der Pflanze, die 3,50 Meter groß werden kann, den Kampf angesagt – auch wegen ihrer Gefährlichkeit. Margit Stark

Ihren Kampf gegen den aggressiver Riesenbärenklau, den sie mit einigen Mitstreitern begonnen hat, nennt Mecherns Ortsvorsteherin Hedi Groß eine Sisyphusarbeit. "Trotz Bekämpfung scheint sich die gefährliche Pflanze mehr und mehr auszubreiten." Ihre Befürchtung kommt nicht von ungefähr: Das nasse Frühjahr und der Regen in den vergangenen Wochen haben den Einwanderer aus dem Kaukasus mächtig ins Kraut schießen lassen. Dagegen machten dem Gewächs, auch Herkulesstaude genannt, im vergangenen Jahr Hitze und Trockenheit zu schaffen - Bedingungen, die es überhaupt nicht mag. Was Hedi Groß Sorgenfalten auf die Stirn treiben: "Wo Riesenbärenklau wächst, ist kein Platz mehr für andere heimische Pflanzen." Da er keine natürlichen Feinde hat, vermehrt er sich rasend schnell - in Ziergärten , an Straßen und Feldwegen, auf Bahndämmen, Böschungen und an Wald- und Bachrändern. "Zudem ist die Berührung mit dem Riesenbärenklau sehr gefährlich." Der Pflanzensaft allein ist es nach ihrem Bekunden nicht. "Doch in Verbindung mit Sonnenlicht kann er zu schweren Schäden der Haut führen, die einer Verbrennung ähnlich sind, nur schwer abheilen und von einem Arzt behandelt werden müssen." Daher hat die Ortsvorsteherin dem Gewächs, das bis zu 3,50 Meter hoch werden kann, den Kampf angesagt.

Im vergangenen Jahr hat Groß nach ihren Worten mit einer Gruppe Mecherner begonnen, die Ausbreitung des Riesenbärenklaus auf mehreren Stellen im Stadtteil Mechern zu bekämpfen. "Es ist ein wenig wie der Kampf von David gegen Goliath", beschreibt sie diese Aufgabe. Ihr Wunsch: Mehr Leute aus der Dorfgemeinschaft sollten die kleine, aktive Gruppe in ihrem Bemühen unterstützen, dem giftigen Riesen den Garaus zu machen. "Besonders die Eltern, deren Kinder unter Umständen beim Spielen mit den Pflanzen in Berührung kommen und verletzt werden, sollten sich der Aktion zur Verhinderung der Ausbreitung des Riesenbärenklaus anschließen", sagt Groß.

Das Beweidungsprojekt der Stadt Merzig, das seit einigen Jahren in Zusammenarbeit mit dem Ziegen- und Schafhof in Silwingen läuft, reicht leider laut Ortsvorsteherin bei weitem nicht aus, um dem Riesenbärenklau Einhalt zu gebieten. "Da die Verbreitung der Pflanze nicht mehr verhindert werden kann, sollte jeder helfen, die Pflanze zu bekämpfen und die Gefahr wenigstens einzudämmen."

Erreicht eine enorme Höhe: der Riesenbärenklau. Foto: dpa
Erreicht eine enorme Höhe: der Riesenbärenklau. Foto: dpa FOTO: dpa