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Saarlouis scheitert knapp

Siegerehrung beim Ernst-Thiel-Cup in Merzig: Platz zwei für die HG Saarlouis. Im Finale verlor der Zweitligist gegen Erlangen im Siebenmeterschießen. Foto: Ruppenthal
Siegerehrung beim Ernst-Thiel-Cup in Merzig: Platz zwei für die HG Saarlouis. Im Finale verlor der Zweitligist gegen Erlangen im Siebenmeterschießen. Foto: Ruppenthal FOTO: Ruppenthal
Merzig. Handball-Zweitligist HG Saarlouis unterlag im Endspiel um den Ernst-Thiel-Cup in Merzig Bundesligaaufsteiger HC Erlangen knapp. Gastgeber HSV Merzig-Hilbringen belegte den sechsten und letzten Platz. Frank Faber

Eine Minute vor dem Ende des Finales um den Ernst-Thiel-Cup in Merzig gab Zweitligist HG Saarlouis gegen den Bundesligisten HC Erlangen die Titelverteidigung aus den Händen. Ibai Meoki unterlief ein technischer Patzer und Ole Rahmel erzielte den 22:22-Endstand. Je drei Spieler mussten zum Siebenmeterwerfen antreten. Meoki scheiterte bei seinem Versuch am Erlanger Torhüter Nikolas Katsigiannis. Das war es, weil der Erstligist seine am Sonntag drei Siebenmeter verwandelte. "Wir hätten das Endspiel gerne gewonnen, aber wir haben insgesamt einen Schritt nach vorne gemacht", sagte HG-Neu-Trainer Jörg Bohrmann. Wichtiger war ihm, dass seine Mannschaft bei der Abwehrarbeit ein Pfund draufgelegt hätte. Torwart Patrick Schulz war aus dem Rückraum kaum zu bezwingen und Erlangen musste sich lange auf die Treffsicherheit von Martin Stranovsky vom Siebenmeterpunkt verlassen.



Nach dem 3:3-Ausgleich durch Neuzugang Marcel Engels setzte sich die HG bis zum Wechsel auf 11:8 ab. Für die mit einem Miniaufgebot angetretenen Saarlouiser wurde es in Halbzeit zwei personell immer enger. "Nach vier Spielen am Wochenende wird es schwierig. Ohne weiteren Auswechselspieler ist uns etwas die Kraft ausgegangen", meinte Bohrmann. Vier Minuten vor Schluss kam noch Pech dazu. Beim von Michael Schulz abgeschlossenen Tempogegenstoß flog der Ball vom Innenpfosten unter die Latte und aus dem Kasten. Es wäre das 21:18 gewesen. Im Gegenzug verkürzte Nationalspieler Michael Haaß zum 19:20. Philipp Leist markierte noch das 22:20 für die HG, am Ende jubelte der HCE über den Cupgewinn, weil beim Siebenmeterschießen nur Jonas Faulenbach für die HG traf.

Im Gruppenspiel hatte der Zweitligist noch eine deutliche 21:30-Niederlage bezogen. Durch den 28:18-Erfolg über den Drittligisten TV Hochdorf qualifizierte sich die HG für das Halbfinale und besiegte mit einem starken Auftritt den Ligakonkurrenten TSG Ludwigshafen-Friesenheim 26:22.

Auch Bohrmanns ehemaligem Mitspieler beim TV Niederwürzbach , Marcus Simowski, gingen am zweiten Turniertag die Akteure aus. "Wenn Spieler mit hohen Spielanteilen wegen Muskelverletzungen ausfallen, dann langt es gegen höherklassige Mannschaften nicht mehr", meinte der Trainer des Oberligisten HSV Merzig-Hilbringen . 4:0 führte der Gastgeber im Spiel um Platz fünf gegen den TV Hochdorf, als es zunächst Rouven Louis erwischte. Später folgte Spielmacher David Pfiffer. "Beide haben uns im Abwehrzentrum gefehlt, das war bitter", meinte Simowski. Bis zur Halbzeit (8:10) hielt sein Team gut mit und verlor die Partie mit 15:28. "Was die Abwehr anbelangt, haben wir einen ordentlichen Schritt nach vorne gemacht", resümierte er.

Zum Thema:

Auf einen Blick Die Ergebnisse beim 4. Ernst-Thiel-Cup: Gruppe A: HSV Merzig-Hilbringen - TSG Ludwigshafen-Friesenheim 13:32, GWD Minden - HSV Merzig-Hilbringen 34:13, TSG Ludwigshafen-Friesenheim - GWD Minden 24:19. Gruppe B: TV Hochdorf - HG Saarlouis 18:28, HC Erlangen - TV Hochdorf-31:24, HG Saarlouis - HC Erlangen 21:30. Finalrunde: Halbfinale: TSG Ludwigshafen - Friesenheim-HG Saarlouis 22:26, HC Erlangen - GWD Minden 22:19, Spiel um Platz fünf: HSV Merzig-Hilbringen - TV Hochdorf 15:28, Spiel um Platz drei: GWD Minden - TSG Ludwigshafen - Friesenheim 30:28, Endspiel: HC Erlangen - HG Saarlouis 3:1 nach Siebenmeterschießen, 22:22 nach regulärer Spielzeit. frf

Merzigs Louis Rouven (am Ball) versucht sich hier gegen die Mindener Abwehr durchzusetzen. Foto: Rolf Ruppenthal
Merzigs Louis Rouven (am Ball) versucht sich hier gegen die Mindener Abwehr durchzusetzen. Foto: Rolf Ruppenthal FOTO: Rolf Ruppenthal