Grüne Fraktion im Kreistag legt Leitlinien für politische Arbeit fest

Merzig-Wadern : Grüne im Kreis haben einiges geplant

Neben Klima- und Artenschutz will die Kreistags-Fraktion auch Themen wie Bildung angehen.

„Mehr Grün im Grünen Kreis – die kommunale Verantwortung für Klima- und Biodiversitätsschutz wahrnehmen“, so formulieren die Grünen im Landkreis ihr Leitmotiv für ihre zukünftige politische Arbeit.

Die Kreistagswahl war für die Grünen mit einem Ergebnis von 11,1 Prozent und einer vierköpfigen Fraktion ein Erfolg. Die Fraktion hat nach eigenem Bekunden „direkt nach der Wahl die Arbeit aufgenommen und ihre Vorstellungen für eine innovative und zukunftsorientierte Politik formuliert“.

Marita Mayers wurde laut einer Mitteilung der Partei zur Fraktionsvorsitzenden und Achim Laub zu ihrem Stellvertreter gewählt. Zusammen mit Ute Lessel und Jonathan Wilkin will die Fraktion nach eigener Aussage „in allen Bereichen der Kreispolitik neue Akzente setzen und im Klimaschutz im Kreis eine Kehrtwende einleiten“.

Im Vorfeld der ersten Sitzung des Kreistags am 26. August wollen die Grünen-Vertreter mit allen Fraktionen außer der AfD Gespräche führen, sich über die politischen Positionen austauschen und Möglichkeiten zur Kooperation in Sachfragen sondieren. „Die Grünen sind sowohl offen für Koalitionen als auch für eine aktive Opposition. Alles wird davon abhängen, wie grüne Ziele am ehesten erreicht und grüne Vorhaben am besten im Kreis umgesetzt werden können“, heißt es in der Mitteilung. Die vier Grünen im Kreistag haben sich, wie sie betonen, „viel vorgenommen“.

Was das bedeutet, formulieren die Grünen-Vertreter so: „Im Mittelpunkt steht ein Konzept für einen umfassenden Klima- und Biodiversitätsschutz im Landkreis. Es beinhaltet einen Aktionsplan zur Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen, der schrittweisen Umsetzung einer nachhaltigen Verkehrspolitik, die Umsetzung einer regionalen Energiewende, eines Programms zur Unterstützung einer nachhaltigen Landwirtschaft mit regionalen Kreisläufen sowie einer umfassenden Umweltbildung.“

Diese Aktivitäten sollen nach den Vorstellungen der Grünen in einem neu einzurichtenden Amt oder einer Stabsstelle für Klimaschutz gebündelt und vorangetrieben werden. Wichtig sind den Grünen dabei „sowohl die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, die Einbeziehng der Wissenschaft sowie eine enge Kooperation mit den Kommunen“, heißt es weiter.

Neben diesem zentralen Thema Klima- und Artenschutz wird die Grünen-Fraktion nach eigenem bekunden „klare und konkrete Positionen zu den Themen Frauen, Familie, Soziales, Bildung, Jugend, zu einer nachhaltigen Tourismuspolitik und für eine Neuausrichtung der Kulturpolitik“ beziehen.

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